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Aufsteiger FC Monheim liegt voll im Soll

Lokalsport: Aufsteiger FC Monheim liegt voll im Soll
Umzingelt: Daud Gergery (blaue Spielkleidung) und die Monheimer werden in der Oberliga nur selten viel Raum bekommen. FOTO: Ralph Matzerath
Monheim. Der Fußball-Oberligist hat das 2:3 bei TuRU Düsseldorf aufgearbeitet. Nun kommt der 1. FC Bocholt - ein Schwergewicht der Klasse. Von Michael Deutzmann

Vor einem Jahr war das so: Der FC Monheim (FCM) stand als Aufsteiger zur Fußball-Landesliga perfekt da. Nach drei Spielen befanden sich makellose neun Punkte auf dem Konto des Teams von Trainer Dennis Ruess, das bis dahin nicht mal einen einzigen Gegentreffer kassiert hatte (7:0). Der Rest der Geschichte ist bekannt. Am Ende ging der FCM als Dritter in eine Qualifikationsrunde der Landesliga-Dritten gegen den VfL Rhede und schaffte durch den Last-Minute-Treffer von Karim Afkir in der Nachspielzeit ein 2:2 - das den verspäteten Aufstieg in die Oberliga bedeutete. Der Aufschwung in der jüngeren Vergangenheit hat selbst mit etwas Abstand was Traumhaftes. Und nach den ersten drei Spielen in der höheren Klasse ist die Wirklichkeit für die Monheimer zumindest immer noch sehr angenehm. Der echte Klassen-Neuling steht zumindest sehr anständig da, denn er konnte mit 9:4 Toren aus drei Spielen bereits sechs Zähler sammeln. "Das ist völlig in Ordnung", sagt Ruess, "wir sind konkurrenzfähig. Wir haben bisher ganz gut gezeigt, dass wir selbst mit entscheiden können, wie ein Spiel ausgeht."

Das galt natürlich bereits in den beiden ersten Spielen, als es mit dem 3:1 gegen Ratingen 04/19 und dem 4:0 beim Mit-Aufsteiger DSC 99 Düsseldorf zwei in allen Bereichen überzeugende Auftritte gab. Es folgte das 2:3 bei TuRU Düsseldorf - das ebenfalls ins Raster passte. Vornehmlich in der ersten Hälfte wirkte Monheim auf Augenhöhe mit und konnte durch Daud Gergery sogar mit 1:0 (33.) in Führung gehen. Das 1:1 (43.) der Hausherren vier Minuten vor der Pause schien den FCM dann allerdings zu lähmen, denn direkt nach dem Wechsel fanden die Gäste vorübergehend nicht mehr statt. Mit den weiteren Gegentreffern zum 1:2 (60.) und 1:3 (64.) war die Partie gelaufen, obwohl sich Monheim erholte und nicht aufgab. Dafür gab es als Belohnung immerhin den 2:3-Anschluss durch den Freistoß von Benjamin Schütz (85.).

"Wir haben darüber gesprochen", erklärt Monheims Trainer, "wir waren nicht mehr griffig genug und die Abstände waren zu groß." Folge: Der FCM mühte sich später zwar, bekam jedoch keine Kontrolle mehr über das Spiel - was in der ersten halben Stunde ganz anders ausgesehen hatte. Ruess geht sehr zuversichtlich davon aus, dass sein Team den nötigen Lernprozess annimmt, um die kommenden Aufgaben vernünftig zu bewältigen. Dabei wartet bereits am Sonntag (15 Uhr, Rheinstadion) die nächste hohe Hürde, denn Monheim trifft auf den 1. FC Bocholt. Das ist eins der Schwergewichte in dieser Liga - und nach eigener Einschätzung einer der Meisterschafts-Kandidaten. Soll heißen: Bocholt will in die Regionalliga. Der FCM weiß, was auf ihn zukommt. Und er wird sein Potenzial vermutlich voll ausschöpfen müssen. "Fallobst gibt es in dieser Klasse sowieso nicht", betont Ruess, "aber das ist jetzt natürlich eine besonders anspruchsvolle Aufgabe. Wir müssen im Kollektiv konzentriert arbeiten."

Angreifer Ayhan Atar hätte der FCM gerne dabei, doch der Stürmer muss erst einen Muskelfaserriss auskurieren. Zwei Mittelfeldspieler, die im Laufe der Saison sehr wichtig werden dürften, befinden sich ebenfalls im Wartestand. Philipp Hombach (Zehenverletzung) könnte immerhin in zwei Wochen am 10. September gegen den den Mit-Aufsteiger FSV Vohwinkel wieder zum Kader gehören, falls die Entwicklung weiter positiv läuft. Philip Lehnert (Sprunggelenk) braucht etwas länger, weil er erst vor der Rückkehr ins Mannschafts-Training steht. Als Langzeit-Verletzte fallen David Drossel (Kreuzband) und Miles Adeoye aus (Achillessehne).

Quelle: RP
 
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