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Badminton: Langenfeld bleibt die Hoffnung

Lokalsport: Badminton: Langenfeld bleibt die Hoffnung
Da machst du nichts: Jeanine Cicognini gewann aber bei der Langenfelder 0:7-Niederlage im Einzel und im Doppel immerhin jeweils einen Satz. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Der Bundesliga-Aufsteiger war beim TV Refrath chancenlos - 0:7. Am 21./22. Januar fällt eine Entscheidung im Kampf gegen den Abstieg. Von Michael Deutzmann

Viel deutlicher geht es kaum, doch der Frust hielt sich in Grenzen. Für den Badminton-Bundesligisten FC Langenfeld (FCL) galt die Aufgabe beim Top-Team TV Ref-rath schließlich von vornherein als unlösbar. Und deshalb hakte der Tabellenletzte das 0:7 schnell ab. "Da war für uns nichts zu holen", bestätigte Teamsprecher Philipp Wachenfeld, "aber wir wussten ja, was auf uns zukommt." Immerhin ein Trostpflaster: Auf den Stand der Dinge im sehr schwierigen Kampf um den Klassenerhalt hat das deutliche Ergebnis wenig Einfluss. Die beiden direkten Keller-Konkurrenten TSV Freystadt (gegen den 1. BC Beuel) und TSV Neuhausen-Nymphenburg (gegen den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) verloren ebenfalls mit 0:7. Nur der Achte Freystadt (sechs Punkte) und der Neunte Neuhausen (fünf) liegen noch in Reichweite für den Zehnten Langenfeld (zwei), der als einziges Team der höchsten deutschen Klasse noch keins der bisher zehn Spiele gewinnen konnte.

Bei den Herren waren Johannes Szilagyi und Wojciech Szkudlarczyk nicht an Bord, während bei den Damen Karoliine Hoim fehlte. Nicht eingeplant: Der junge Samuel Hsiao kam nur für einen Teil-Einsatz in Frage. Den 18-Jährigen, der am Wochenende bei den Westdeutschen Meisterschaften den Titel im Herren-Einzel gewonnen hatte, plagten zu starke Kniebeschwerden. Langenfeld hofft, dass es sich nur um die Folgen der hohen Turnierbelastung handelt - und Hsiao für die kommenden entscheidenden Begegnungen wieder bei vollen Kräften ist. In Refrath probierte er es lediglich im zweiten Herren-Doppel. "Das ging halbwegs", fand Mitspieler Wachenfeld. Gegen Fabian Holzer/Lars Schänzler zogen Hsiao/Wachenfeld dennoch den Kürzeren (6:11, 6.11, 11:8, 5:11). Wachenfelds Gesamt-Urteil: "Wir haben uns gerade angesichts der Umstände ganz gut geschlagen." Ein bisschen mehr hatte Langenfeld lediglich im ersten Herren-Einzel erwartet, in dem der Belgier Maxime Moreels nach drei Sätzen an Beuels Lars Schänzler scheiterte (9:11, 9:11, 4:11).

Ob der Aufsteiger FCL im Kampf um den Klassenerhalt noch einmal hoffen darf, entscheidet sich in diesem Monat mit den Heimspielen am 21. Januar (14 Uhr) gegen Freystadt und am 22. Januar (13 Uhr, jeweils Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) gegen Neuhausen-Nymphenburg. Den direkten Abstieg bringt der zehnte Platz - auf dem derzeit Langenfeld liegt. Um wenigstens Rang neun und die Dreier-Qualifikation gegen die beiden Zweitliga-Vertreter zu erreichen, muss der FCL mindestens eine Position aufrücken. Dass der Aufsteiger ans rettende Ufer gelangt, mag Wachenfeld nicht garantieren. Stellvertretend für die Mannschaft gibt er allerdings ein Versprechen ab: "Wir werden alles geben, was wir haben. Wir werden alles reinhauen." Auch das geht kaum viel deutlicher.

Quelle: RP
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