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Badminton: Wacha ersetzt Mike Joppien

Badminton: Badminton: Wacha ersetzt Mike Joppien
Der Rückkehrer: Przemyslaw Wacha gehörte bis vor fünf Jahren zum erfolgreichen Stammpersonal des FC Langenfeld. Nun kommt der Pole für eine zweite "Amtszeit" wieder. FOTO: Ralph Matzerath (ARCHIV)
Langenfeld. Der Zweitligist FC Langenfeld sicherte sich am letzten Spieltag der Saison die Meisterschaft, hatte aber vorher bereits seinen Aufstiegsverzicht erklärt. Der Pole Przemyslaw Wacha kehrt als Verstärkung für die kommende Serie zurück. Von Dorian Audersch

Der FC Langenfeld (FCL) beendet die Saison als Meister der 2. Badminton-Bundesliga. Am letzten Doppel-Spieltag gewann der FCL zunächst mit 5:3 beim Schlusslicht TSV Trittau II, während der Titelkonkurrent BW Wittorf gegen die SG EBT Berlin nur ein 4:4-Unentschieden holte. Damit zog Langenfeld bereits am bisherigen Spitzenreiter vorbei. Zum Abschluss trafen die beiden punktgleichen Teams dann im direkten Duell aufeinander und trennten sich mit einem 4:4. Bei jeweils 19:9 Punkten blieb der FCL über das etwas bessere Spielverhältnis (66:46/64:48) auf Rang eins.

Der sportliche Erfolg besitzt allerdings nur symbolischen Wert. Langenfeld hatte kürzlich verkündet, trotz möglicher sportlicher Qualifikation für die Saison 2015/2016 auf den Aufstieg in die Bundesliga zu verzichten. "Für uns war das trotzdem ein rundum gelungener Saisonabschluss", meint Team-Manager Günther Joppien, "jeder hat seine Leistung abgerufen." Ein Sonderlob erhielt Sven Eric Kastens, der zum ersten Mal in seiner Karriere ein Einzel gegen den Wittorfer Rafal Hawel gewann (21:16, 21:19).

Mit dem Blick nach vorne steht fest, dass sich der FCL im Umbruch befindet. Mike Joppien, seit knapp 30 Jahren im Verein und seit einer halben Ewigkeit in der Mannschaft gesetzt, wird sein Engagement aus privaten und beruflichen Gründen reduzieren. "Ich werde sicher noch ein paar Spiele machen, aber meine aktive Laufbahn in der Liga klingt so langsam aus", sagt der Routinier, der heute 37 Jahre alt wird. Am Wochenende fehlte er, weil er sich beim Wandern eine Blessur an der Ferse zugezogen hatte. "Die kleinen Zipperlein häufen sich und es wird insgesamt Zeit, etwas kürzerzutreten", sagt der Badminton-Verrückte.

Mike Joppien blickt auf eine äußerst erfolgreiche Karriere zurück. Als emotionalen Höhepunkt bezeichnet er den Gewinn der Deutschen Mannschafts-Meisterschaft mit dem FCL im Jahr 2004. Beim ersten Team-Titel (1989) saß er noch als Elfjähriger auf der Tribüne. Joppien holte darüber hinaus in Einzel und Doppel viele Medaillen bei Deutschen Meisterschaften. "Eigentlich habe ich fast alles gewonnen, was möglich war. Und ich habe auch noch ein paar Ziele im Badminton", betont der Routinier. Gemeint ist damit vor allem die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der Altersklassen. Hier peilt Joppien an der Seite seines langjährigen Doppelpartners Thorsten Hukriede (Wesel) im Mai den Titel an.

Inzwischen steht fest, wer Mike Joppien in der kommenden Saison ersetzen wird: In Przemyslaw Wacha kehrt ein bekanntes Gesicht nach Langenfeld zurück. Der Pole war bereits in glanzvollen Bundesliga-Zeiten für den FCL aktiv. Der inzwischen 34-Jährige ist für Teammanager Günther Joppien mehr als nur ein gleichwertiger Ersatz: "Er ist vielleicht sogar einen Tick stärker. Außerdem ist er ein Spieler, der im Falle des Aufstiegs durchaus in der Bundesliga spielen könnte." Weil der Neuzugang jedoch die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro anstrebt, wird er wohl für ein paar Spiele nicht dabei sein. Dann soll Mike Joppien die Lücke schließen, die sich durch die Teilnahme des Polen an internationalen Turnieren auftut.

Für Günther Joppien ging in Wittorf die letzte Saison als Team-Manager zu Ende. In Zukunft soll Hagen Schaumkell das Amt übernehmen - nach entsprechender Einarbeitung. "Das ist ein hoher organisatorischer Aufwand, aber er wird langsam herangeführt. Nach all den Jahren ist es einfach Zeit für einen Wechsel", erklärt Günther Joppien.

Quelle: RP
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