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Ballverluste kosten Giants die Siegchance

Lokalsport: Ballverluste kosten Giants die Siegchance
Auch die 13 Punkte von Marvin Heckel (mit Ball) reichten nicht, um den Giants ein Erfolgserlebnis gegen Elchingen zu bescheren. FOTO: MISERIUS
Leverkusen. Der Leverkusener Basketball-Zweitligist hält beim ProB-Spitzenreiter Baskets Elchingen gut mit, muss sich aber mit 79:90 geschlagen geben. Trainer Achim Kuczmann ist dennoch nicht unzufrieden. Von Thomas Rademacher

Mit dem Schwung von zwei Siegen im Rücken traten die Bayer Giants bei den Baskets Elchingen an. Das dadurch gestärkte Selbstvertrauen genügte aber nicht, um den Tabellenführer der ProB zu schlagen. Dafür leisteten sich die Leverkusener Basketballer beim 79:90 zu viele Ballverluste. Ansonsten hielten die Gäste lange mit - und hatten kurz vor Schluss sogar noch mal die Chance zur Wende.

Begonnen haben die Giants jedoch eher mau. Bevor Calvin Oldham die ersten Punkte erzielte, hatte sich die Mannschaft durch Michael Kuczmann (2) und Alexander Blessig bereits drei Fehlpässe erlaubt. Das nutzten die Hausherren zwar nur zu einem 3:0-Vorsprung, doch die Ballverluste blieben ein Problem. 18 Mal ging die Kugel aufgrund eigener Fehler oder Nachlässigkeiten verloren. "Das entwickelt sich langsam zu unserem Schnitt", mahnte Achim Kuczmann rückblickend. "Daran müssen wir unbedingt arbeiten." Der Giants-Coach nahm sein Team aber auch in Schutz: "Elchingen hat eine viel erfahrenere Mannschaft. Da kommt es dann leichter vor, dass man sich ein paar Fehler erlaubt."

Zum Vergleich: Bei den jüngsten Siegen in Iserlohn und gegen München hatten sich die Bayer-Basketballer jeweils 17 Ballverluste geleistet. Dramatisch sind die 18 sogenannten Turnovers also nicht, doch um den Spitzenreiter zu schlagen, hätte Leverkusen noch effizienter agieren müssen. Die Gesamtabschlussquote von 44 Prozent war ordentlich, aber im ersten Viertel wurden die Truppe von den Schwaben überrumpelt. Mit 21:8 gingen die Gastgeber in Führung.

Erst dann kam Bayer ins Spiel. Marvin Heckel sorgte mit zwei Sprungwürfen für einen versöhnlicheren 13:21-Rückstand nach dem ersten Viertel. Danach punktete der 20-Jährige im Wechsel mit Bruce Beckford munter weiter. Kurz vor der Halbzeit waren es vor allem Tim Schönborn und Alexander Blessig, die dem Leverkusener Spiel ihren Stempel aufdrückten. Beim Halbzeitstand von 42:38 für die Elchinger war die Partie wieder offen.

Die Gastgeber hatten allerdings einen Spieler in ihren Reihen, der mit überragender Sicherheit traf. Marin Petric, der einst in Leverkusen das Basketball spielen erlernt hatte, lieferte seine beste Saisonleistung ab. Sechs von zehn Drei-Punkte-Versuchen fanden ihr Ziel. Insgesamt brachte es der 37-Jährige auf 26 Zähler. "Er hat gerade auch dann getroffen, wenn wir wieder dran waren", haderte Kuczmann.

51:66 lagen die Gäste bereits hinten, kämpften sich im Schlussviertel jedoch zurück. Beckford, Schönborn, Heckel und Oldham sorgten für einen 10:1-Lauf, der die Mannschaft vier Minuten vor Schluss wieder auf 72:77 heranbrachte. Beirren ließ sich der Tabellenführer davon nicht. Auf Hayden Lescaults Dreier hatte Blessig auf der anderen Seite nicht die passende Antwort. Stattdessen legte Elchingen zwei weitere Zähler nach. Erneut zehn Punkte Rückstand erwiesen sich in der Schlussphase als zu große Bürde.

Achim Kuczmann zeigte sich dennoch zufrieden. "Gießen und Rhöndorf haben zuletzt mit mehr als 30 Punkten Unterschied in Elchingen verloren. Das ist einfach eine sehr starke Mannschaft", sagte der Trainer. "Wir haben uns insgesamt gut geschlagen und vor allem nie aufgegeben." Statistisch überzeugten die Giants ebenfalls - bis auf die besagten Ballverluste. So ist der Coach auch einverstanden mit dem Ergebnis der Englischen Woche: "Zwei Siege und eine Niederlage werte ich gegen diese Gegner sehr positiv".

Quelle: RP
 
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