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Baumbergs Torhüter ist die Ruhe selbst

Lokalsport: Baumbergs Torhüter ist die Ruhe selbst
Aufgestützt: Asterios Karagiannis hat als Torhüter einen ziemlich guten Blick auf das, was die Teamkollegen bei den Sportfreunden Baumberg vor ihm veranstalten. Durch sein unaufgeregtes Torwartspiel trägt der Keeper viel dazu bei, dass die Baumberger so erfolgreich sind. FOTO: Matzerath, Ralph (rm-)
Monheim. Asterios Karagiannis erledigt seine Arbeit beim Landesligisten SF Baumberg ohne viel Brimborium, aber auf einem ungewöhnlich hohen fußballerischen Niveau. Der Mannschaft traut er auf jeden Fall den Aufstieg in die Oberliga zu. Von Michael Deutzmann

Für das Spektakel sind andere zuständig. Die Teamkollegen Louis Klotz, Robin Hömig, Ivan Pusic oder Miguel Lopez Torres zum Beispiel, die für den Fußball-Landesligisten SF Baumberg (SFB) manchmal Treffer wie vom Fließband produzieren - oft sogar besonders schöne. Von ganz hinten erkennt Asterios Karagiannis die Entwicklung meistens im Ansatz. Der 29-Jährige ist als Keeper schließlich so etwas wie die letzte Instanz. Seinen Job erledigt der in Hagen geborene Schlussmann sachlich und gleichzeitig auf einem hohen Niveau. Auch das gehört zu den Bausteinen im Aufstiegs-Puzzle der Sportfreunde, die mit acht Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze liegen. Morgen (15 Uhr) wartet zum Abschluss der Hinrunde beim Dritten Spvgg. Sterkrade-Nord noch einmal eine schwierige Aufgabe.

Salah El Halimi schätzt die Qualitäten des Ex-Hildeners, der vor der Saison vom Oberligisten VfB kam: "Asti ist ein kompletter Torhüter, fußballerisch einer der besten. Wir können ihn immer in unser Spiel einbeziehen." Karagiannis kann einen Verteidiger abgeben, weil er mit dem Ball viel anzufangen weiß. Und selbst weit nach vorne geschlagenen Bälle sind kein Wegdreschen, sondern ein Plan. Oft landet das Spielgerät genau bei einem Teamkollegen, sodass direkt viel Druck auf die gegnerische Defensive entsteht. Typisch: Karagiannis hält das für normal. "Ich mache das ja schon ein paar Jahre", sagt der Torhüter.

Am Anfang der Saison stand nicht fest, wer Baumbergs Nummer eins sein würde. Trainer El Halimi ließ die Wahl zwischen Tobias Bergen und Karagiannis zunächst offen, ehe er sich nach ein paar Spieltagen für den Neuen entschied - der das Vertrauen durch beständig gute Leistungen zurückzahlte. Zurücklehnen mag sich der Torhüter trotzdem nicht und am liebsten will er die Zahl der kassierten Treffer noch enger begrenzen. Der Weg dahin sieht vielversprechend aus, weil das bislang letzte Gegentor bereits eine Weile zurückliegt. Am 8. November gerieten die Sportfreunde beim 3:1 über den ESC Rellinghausen nach zehn Minuten mit 0:1 in Rückstand. Es folgten das 4:0 beim Düsseldorfer SC 99 und das 1:0 über Klosterhardt. In den vergangenen fünf Spielen musste Karagiannis nur fünf Mal hinter sich greifen. Beruflich dürfte der Physiotherapeut derzeit mehr zu tun haben, weil er in einer Praxis arbeitet ("90 Prozent meiner Fälle sind Rückenkunden") und derzeit zusätzlich für erkrankte Kollegen einspringt.

"Asti müsste vielleicht mehr reden", sagt Salah El Halimi. "Stimmt, ich bin eher der ruhige Typ", bestätigt Karagiannis, "vielleicht hat Salah ein bisschen Recht." Grundsätzlich will er allerdings auf lautes Getöse verzichten: "Das bringt dich nicht weiter." Weiter ist das richtige Stichwort, denn berufsbegleitend studiert er Sport-Management (Fern-Uni), um den Blickwinkel zu erweitern. Weiter will er zudem mit den Sportfreunden kommen, bei denen er sich wohlfühlt. "Ich kann nicht garantieren, dass wir es schaffen", betont der Fußballer, "aber mit der Mannschaft, die wir haben, müssen wir eigentlich aufsteigen. Spielerisch kann uns keiner das Wasser reichen. Wir dürfen nur nicht zu lässig werden." Sollten die Kollegen weiter vorne in Sterkrade erneut ein Spektakel erzeugen, hätte er aber wenig dagegen.

Quelle: RP
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