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Baumbergs Trumpf: Betriebsklima ist top

Lokalsport: Baumbergs Trumpf: Betriebsklima ist top
Ein Gruß an die Fans: Auch Baumbergs Trainer Salah El Halimi hatte sichtlich Spaß auf dem Karnevalswagen der Sportfreunde. FOTO: Ralph Matzerath
Monheim. Der Fußball-Landesligist strebt als souveräner Tabellenführer zielsicher der direkten Rückkehr in die Oberliga entgegen. Trainer Salah El Halimi bleibt weiter vorsichtig. Er hat aber ein starkes Team - das intakt ist und sich intensiv vorbereitet. Von Michael Deutzmann

Es war nur ein Karnevals-Abstecher. Und der Fußball-Landesligist SF Baumberg (SFB) bekommt keinen einzigen Punkt dafür, dass er mit einem eigenen Wagen am Veedelszoch beteiligt war. Wenn es nach Trainer Salah El Halimi geht, hätte aber vermutlich der eine oder andere Spieler einen Preis für seinen Auftritt verdient - Kosi Saka etwa, der am Mischpult für die Musik zuständig war. "Das hat mir imponiert", urteilte El Halimi, "ich ziehe meinen Hut vor der gesamten Mannschaft." Eine Ansammlung von Hochbegabten hatten die Sportfreunde auch in den vergangenen Jahren oft, ohne dass sie daraus zuletzt viel machen konnten. Am Ende der Serie 2014/2015 mussten die Sportfreunde dann sogar aus der Oberliga absteigen - was angesichts der personellen Besetzung ein richtig schlechter Witz war.

Das komplett umgekrempelte Betriebsklima ist auf dem Weg zurück in die Oberliga ein Trumpf, der für den Tabellenführer in den übrigen 16 Meisterschaftsspielen noch sehr wertvoll werden könnte. Der Rest ist für den SFB-Coach vor allen Dingen eins - ganz viel Arbeit. Die Winter-Vorbereitung der Sportfreunde begann bereits am 8. Januar und dauert damit schon fünf Wochen. Trotzdem sieht El Halimi, dass weiter viel zu tun ist: "Ich denke, dass wir jetzt bei 60 bis 70 Prozent sind. In den letzten beiden Wochen wollen wir auf 90 Prozent kommen."

Feiertag: Baumbergs Spieler konnten sich in bisher 18 Partien schon 64 Mal versammeln, um einen eigenen Treffer zu bejubeln. FOTO: Ralph Matzerath (ARCHIV)

Es passt zum Baumberger Trainer, dass er am Anfang des Jahres 2016 ähnlich vorsichtig ist wie Ende 2015: "Die Situation jetzt ist für mich gefährlicher als die damals im Juli, als wir bei Null standen. Wir dürfen auf keinen Fall denken, dass jetzt alles von alleine läuft. Die Rest-Rückrunde wird noch schwieriger." Die permanenten Warnungen dienen vor allem dazu, das Feld nicht alleine der Euphorie zu überlassen -was angesichts der Zahlen wiederum durchaus verständlich wäre.

Nach 18 Runden hat der Spitzenreiter 46 Punkte auf dem Konto und damit acht mehr als der erste Verfolger Cronenberger TG (38). Sterkrade-Nord und Arminia Klosterhardt auf den Rängen drei und vier liegen noch weiter zurück (34). "Wenn wir das nicht schaffen, haben wir am Ende etwas falsch gemacht", findet Vize-Kapitän Nils Esslinger.

Ausgerechnet der 25 Jahre alte Allrounder, der 2011 aus Richrath kam und an der Sandstraße inzwischen viel erlebt hat, wird die Dinge dabei für ein paar Wochen nur aus der Ferne miterleben können. Esslinger, Student auf Lehramt für Deutsch, Mathematik und Sport, stellt gerade seine Master-Arbeit fertig. Anschließend tritt er einen über die Uni angeleierten Aufenthalt in den USA an und kehrt erst Ende März zurück. "Ich vertraue den Jungs voll", betont Esslinger, "wir haben genügend Qualität." Außerdem bestätigt er, was sich geändert hat: "Karneval war wirklich beeindruckend. Man merkt, dass es in der Mannschaft stimmt." Punkte gibt es dafür zwar wirklich nicht, doch die Basis könnte irgendwie schlechter sein.

Quelle: RP
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