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Lokalsport
Bayer gegen Bayern: Giants setzen auf das Kollektiv

Leverkusen. Headcoach Achim Kuczmann fordert den ersten Heimsieg, um den jüngsten Rückenwind möglichst zu konservieren. Von Sebastian Laule

Einen Fehlstart mit zwei Pleiten haben die Bayer Giants verhindert. Der konzentrierte Auftritt in Weißenhorn brachte dem Team von Headcoach Achim Kuczmann die ersten Punkte in der Pro B. Der vergangene Spieltag hat allerdings gezeigt: Die Konkurrenz nimmt die Giants trotz der Niederlage zum Auftakt als Spitzenteam wahr. Weißenhorn, als Farmteam von Bundesligist Ulm, konnte auf Joschka Ferner und Björn Rohwer zurückgreifen, die nicht mit der ersten Mannschaft nach Berlin fuhren, um die Youngstars zu unterstützen.

"Das zeigt auch ein Stück weit unseren Stellenwert in der Liga. Es macht die Aufgaben zwar schwerer, uns gleichzeitig aber auch stolz", sagt Kuczmann. Beim Heimspiel morgen (Ostermann-Arena, 17 Uhr) wartet Ähnliches auf sein Team. Gegner ist die zweite Mannschaft des FC Bayern. "Da spielen viele aus dem NBBL-Team mit und die haben bei uns nichts zu verlieren. Das wird eine enge Kiste", vermutet Kuczmann.

Das extrem junge Münchner Ensemble (18,6 Jahre im Schnitt) reist bereits am Samstag an und setzt vor allem auf Dynamik und Physis. "Für die Zuschauer wird das sicher toll anzusehen - und wir wollen natürlich unseren ersten Heimsieg einfahren", betont Kuczmann. Mit anderen Szenarien will er sich erst gar nicht beschäftigen: "Der Erfolg von letzter Woche gibt uns zusätzlichen Auftrieb." Mit einem Auswärtssieg im Gepäck zurück nach Leverkusen zu kommen, ist immer noch ein ungewohntes Gefühl. In der Vergangenheit hagelte es regelmäßig herbe Auswärtspleiten. Nun soll zuhause der nächste Sieg her.

Götz Twiehoff (USA-Aufenthalt) und der Damon Smith werden nicht im Kader stehen. Wie lange Letzterer nach seinem Muskelfaserriss in der Leiste ausfällt, steht nicht fest. "Wir gehen kein Risiko ein. Dafür ist die Saison zu lang", betont Kuczmann. Durch die nominell wichtigsten Innenspieler fehlt seinem Team jedoch einiges an physischer Größe - zumal die Bayern mit Dejan Kovacevic, Nemanja Markovic oder Marvin Ogunsipe einige "Brocken" im Team haben. Dem wird Bayer erneut sein Kollektiv gegenüberstellen - und individuelle Qualität. Kerry Carter ist nicht nur wegen seiner Scorerqualitäten (29,5 pro Spiel) absoluter Chef auf dem Feld. Auch sein Landsmann Brandon Nazione erwies sich als die erhoffte Verstärkung. Das gilt auch für Tim Schönborn, der die Erwartungen seines Trainers, ein Leistungsträger zu sein, bislang erfüllt.

Quelle: RP
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