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Lokalsport
Bayers Frauen spielen zu fahrig in Frankfurt

Leverkusen. Zum Saisonausklang kamen Bayers Fußballerinnen noch einmal in den Genuss von 90 Minuten Spielzeit vor großer Kulisse. 2340 Zuschauer im Stadion am Brentanobad wollten den Auftritt der Leverkusenerinnen beim 1. FFC Frankfurt sehen - und so konnte das Team von Trainer Thomas Obliers sich nach der 0:4-Niederlage zumindest damit trösten, dass nur Partien der vier Top-Teams Bayern, Wolfsburg, Potsdam und Frankfurt auswärts mehr Zuschauer anlockten. 11.415 Zuschauer in elf Partien ergeben einen Schnitt von 1.083 und damit nur knapp weniger als der FFC (1.103) und Turbine Potsdam (1.110). Von Tobias Krell

Weniger Anlass zur Freude als diese Statistik und die gestiegenen Besucherzahlen daheim gab die letzte Partie vor der Sommerpause. Denn nur in der ersten halben Stunde konnten die Rheinländerinnen dem vierfachen Champions League-Sieger auf Augenhöhe begegnen. Während Hereingaben von Anna Gasper, Merle Barth und Carolin Simon keine Abnehmerin fanden, gingen die Frankfurterinnen mit ihren Chancen nicht so fahrlässig um - und erhielten unfreiwillige Beihilfe durch Bayers zuletzt so starke Innenverteidigung. Yuki Ogimi sicherte sich bei ihrem Führungstreffer den Ball nach einer Grätsche von Marina Hegering (27.). Dem 0:2 von Jacky Grienen kurz vor der Pause ging ein Stockfehler von Nationalspielerin Annike Krahn voraus (44.). "Die ersten beiden Tore waren Geschenke", ärgerte sich Obliers.

In der zweiten Hälfte sei sein Team dann "regelrecht auseinandergefallen", was das Ergebnis auch in der Höhe rechtfertige. Für den Endstand sorgte ein Doppelpack von Mandy Islacker (77./79.), die ihre Ausbeute damit auf 17 Treffer schraubte und die Sicherheit hatte, ihren Platz als Torschützenkönigin behaupten zu können.

Große Emotionen kamen ebenfalls noch ins Spiel: In der 84. Minute wechselte FFC-Coach Kerstin Garefrekes aus und brachte dafür Debütantin Isabella Möller. Die Karriere der Spielführerin, die ihre Fußballschuhe an den Nagel hängt, endete in diesem Moment unter großem Applaus der Fans.

Dass Rebecca Knaak kurz vor dem Ende noch mit einem sehenswerten Distanzschuss scheiterte und damit die letzte Chance auf einen Ehrentreffer für Bayers Fußballerinnen ungenutzt blieb, war angesichts des Wirbels um Garefrekes nicht mehr als eine Randnotiz.

Bayer: Klink - Wich, Krahn, Hegering (77.), Simon (60. Widak) - Barth (76. Kempe), Ewers, R. Knaak, Sundov - Gasper, Schwab.

Quelle: RP
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