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Lokalsport
BBZ-Trainerin Kunel stellt die Qualitätsfrage

Leverkusen. Nach drei Niederlagen muss sich der Basketball-Zweitligist mit dem Thema Abstiegskampf beschäftigen.

Die Duelle mit den Teams aus dem Zweitliga-Mittelfeld, die Birgit Kunel unlängst als die "Wochen der Wahrheit" bezeichnete, brachten für die Trainerin von BBZ Opladen eine Menge unerfreuliche Erkenntnisse.

Nach dem Sieg gegen den bislang extrem schwachen TuS Lichterfelde setzte es drei Niederlagen. Die Play-off-Plätze hatte ihre Mannschaft schon vorher aus dem Blickfeld verloren - nach dem 65:66 daheim gegen die Bender Baskets Grünberg spricht die Trainerin nun sogar erstmals offen von Abstiegskampf. "Nach unten durchzurutschen geht ganz schnell", sagt Kunel. "Es muss nur ein Kontrahent zweimal gewinnen - und schon steht man mit dem Rücken zur Wand. Ziel muss in den nächsten Wochen daher sein, dass wir uns gegen die Mannschaften hinter uns absichern."

Die Stimmung sei immer noch positiv. Dennoch gelte es jetzt, sich so schnell wie möglich mit dieser neuen Situation auseinander zu setzen. Bei einigen im Verein habe sich dieser Prozess indes noch nicht ausreichend in Gang gesetzt, sagt Kunel. "Für viele ist das alles völlig neu. Dass es mal soweit kommen könnte, hatte ja auch keiner auf der Rechnung. Aber es muss bei allen schleunigst in die Köpfe, wie ernst die Lage ist."

Die erfahrene Trainerin stellt in diesem Zusammenhang neben der Mentalitäts- auch die Qualitätsfrage. "Natürlich hätten wir die letzten drei Spiele auch gewinnen können. Wir dürfen aber nicht immer nur erzählen, wie knapp es war und wie viel Pech wir hatten."

Wer dreimal gegen potenziell gleichstarke Mannschaften als Verlierer vom Feld geht, müsse sich eben auch unangenehme Fragen gefallen lassen, erklärt Kunel weiter. "Wir können auch nicht andauernd anführen, mit Jill Stratton wäre es alles besser gelaufen. Das mag sein, aber jetzt ist die Lage so wie sie ist - und sie ist im Moment einfach schlecht."

Immerhin scheint die Kanadierin morgen im letzten Hinrundenspiel in Osnabrück wirklich ihr Comeback geben zu können. Ursprünglich sollte die 25-jährige bereits vergangene Woche zurückkehren, wurde aber schließlich doch weiter geschont. Kunel ist diesbezüglich "optimistisch."

Ansonsten ist Zuversicht in Opladen derzeit nichts, womit man wuchert. Das Spiel bei den Titans wird ein richtiges Krisenduell, auch die Niedersachsen haben zuletzt viermal verloren. Die Opladener Trainerin rechnet mit einem intensiven und emotionalen Duell: "Osnabrück spielt zu Hause und hat damit vielleicht noch mehr Druck als wir. Ansonsten wird das genau so ein Spiel wie die jüngsten drei. Es gewinnt die Mannschaft, die mehr investiert und die es mehr will als der Gegner."

(sl)
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