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Vorgespult
Das Geld und die Torflaute

Vorgespult: Das Geld und die Torflaute
Nachdenklich: Baumbergs Trainer Salah El Halimi wird seine Startformation diesmal wohl erst kurzfristig aufstellen können. FOTO: Ralph Matzerath (ARCHIV)
Langenfeld. Jeder andere Entscheidung hätte auch kaum in die Landschaft gepasst. Aber der Gesamtverein SG Langenfeld (SGL) ist dabei, falls die Oberliga-Handballer demnächst den Sprung in die 3. Liga schaffen sollten - was bis vor Kurzem viele nicht für möglich gehalten hätten. Die höhere Klasse ist allein im Bereich Schiedsrichter/Kampfrichter teurer und einige weite Fahrten in den Norden Deutschlands kommen hinzu, sodass die insgesamt aufzubringende Summe rund 10 000 Euro beträgt. Außerdem ist beim Deutschen Handball-Bund eine Bürgschaft über 10 000 Euro zu hinterlegen - die jedoch nur im Notfall greift. Vor gut einer Woche hatten die Sportliche Leitung und die Abteilungsleitung die Zahlen vorgelegt und für ihr Anliegen geworben. Jetzt kam das Ja des SGL-Vorstandes mit Martin Bock und Lars Kehren - gerade rechtzeitig vor der entscheidenden Phase der Saison, die heute Abend (17.30 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) gegen TuSEM Essen II beginnt. Die Mannschaft, die durch ihre vergangenen Auftritte eine bislang in Langenfeld unbekannte Handball-Euphorie entfacht hat, dürfte das Signal äußerst positiv aufnehmen. Ganz nebenbei: Kein Cent der oben aufgeführten Summen fließt an die Spieler. Die Hauptdarsteller wollen jetzt erst einmal dafür sorgen, dass der Traum von der 3. Liga weiterlebt.

Nicht in die 3. Liga, aber zurück in die Oberliga streben die Landesliga-Fußballer der Sportfreunde Baumberg (SFB). Obwohl der Start nach der Winterpause von den Ergebnissen her keine Offenbarung war, liegt das Team von Trainer Salah El Halimi weiter mit acht Punkten Vorsprung an der Spitze. Ein Problem derzeit: Der Spitzenreiter hat massenweise Torchancen, nutzt die Gelegenheiten aber miserabel. Weil das bis zur Winterpause noch etwas anders war, geht El Halimi von einer baldigen Rückkehr zur alten Treffsicherheit aus. Vor der Partie morgen (15 Uhr) beim VdS Nievenheim sorgt sich der Coach dafür um seine plötzlich dünner gewordene Personaldecke. Einige Spieler fallen aus, andere wichtige Stützen wie Louis Klotz oder Torjäger Miguel Lopez Torres sind angeschlagen. Ihr Einsatz ist zumindest gefährdet.

Der Bezirksliga-Tabellenführer FC Monheim (FCM) konnte das 0:0 am vergangenen Wochenende beim Zweiten TSV Eller 04 locker wegstecken, denn die Mannschaft des Trainer-Duos Dennis Ruess/Manuel Windges hat weiter 13 Zähler Vorsprung - und in dieser Saison als einziger Verein in der Klasse keins seiner 20 Spiele verloren. Also dürfte der Spitzenreiter morgen (15 Uhr, Rheinstadion) mit Respekt gegen den Achten SC SW Düsseldorf antreten - und gleichzeitig in seiner Rechnung einen Sieg eingeplant haben. Alles andere würde auch kaum in die Landschaft passen.

Michael Deutzmann

Quelle: RP
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