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Lokalsport
Den Handballern fehlt Disziplin

Langenfeld. Der Verbandsligist SG Langenfeld II scheiterte beim 24:32 in Remscheid vor allem an sich selbst. Platz zehn und 2:6 Punkte sind keine beruhigende Basis. Von Moritz Löhr

Nach der dreiwöchigen Meisterschaftspause folgte die Ernüchterung, denn der Handball-Verbandsligist SG Langenfeld II (SGL) verlor bei der HG Remscheid mit 24:31 (15:18). Die Niederlage ist ein harter Schlag fürs Team von Trainer Frank Holzweißig, das nach vier Spielen bereits drei Pleiten auf dem Konto hat und bei 2:6 Zählern zumindest vorerst doch nach unten blicken muss. "Das war ein richtungsweisendes Spiel. Wir müssen jetzt sehen, dass wir um jeden Punkt kämpfen", sagte Holzweißig. Mit dem klaren Sieg über die Cronenberger TG (34:20) hatten sich die Langenfelder überzeugend in die Herbstferien verabschiedet. Davon war in Remscheid allerdings nicht mehr viel übrig. Nach vier Runden rangiert die SGL nur auf Position zehn - und das beim aktuellen Zustand vollkommen verdient.

Langenfeld legte wiederholt einen undisziplinierten Auftritt hin. Bereits nach wenigen Sekunden musste Frederic König mit einer Zweiminuten-Strafe vom Feld, sodass Remscheid früh drei Tore Differenz zwischen sich und die Gäste legen konnte. "Diesen Treffern sind wir die ganze Halbzeit hinterhergelaufen", meinte der Coach.

Durchgang zwei startete nicht unbedingt positiver. Henrik Heider hatte vergessen, dass er noch eine Zeitstrafe vom Ende der ersten Hälfte zu verbüßen hatte. Der Schiedsrichter stellte ihn daher für weitere zwei Minuten vom Feld - was noch wichtig werden sollte. Als Heider den Ball später nach einem Pfiff nicht rechtzeitig auf den Boden legte, schickte ihn der Unparteiische mit der Roten Karte vom Platz.

Der Linkshänder machte seinem Ärger Luft und kassierte aufgrund des Protests eine weitere Zeitstrafe für seine Mannschaft - die damit vier Minuten hintereinander in Unterzahl war. Diese Situation ging zwar glimpflich ab, doch dafür verpasste es die SGL, beim Stande von 20:22 (40.) über einen Tempogegenstoß auf ein Tor zu verkürzen - weil Jonas Kühl beim Abwurf übergetreten hatte. So setzte sich Remscheid endgültig ab und die SGL hatte nichts mehr entgegenzusetzen.

"Die Mannschaft ist sehr emotional. Unsere Spiele kippen zu schnell zur falschen Seite", urteilte Holzweißig, der nun insbesondere im Bereich Teambuilding arbeiten will. "Jedem muss klar werden, welche Wichtigkeit seine eigene Rolle in der Mannschaft besitzt." Die Aufgabe am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) gegen den Neunten TV Angermund dürfte zeigen, wie schnell Langenfeld hier Fortschritte erzielt.

SG Langenfeld II: Jahn - Ißling (1), Guggenmos (2), Schlossmacher (1), Klimke, Reinders, Klaudius (3), Hambrock (2), König (10), Kühl (1), Heider (4), Kolletzko.

Quelle: RP
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