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Tennis
Den Schläger noch fest in der Hand

Langenfeld. Tennis ist ein Sport, den Aktive bis ins hohe Alter treiben können. Wolfgang Wilhelmi macht es vor: Der 83-Jährige ist jede Woche mehrmals auf dem Platz. Von Fabian Schmitt

Obwohl Wolfgang Wilhelmi bereits 83 Jahre alt ist, tritt der Tennisspieler immer noch für Grün-Weiß Langenfeld an. Der Rentner geht seit 50 Jahren seiner sportlichen Leidenschaft nach - und er kann nach wie vor mit starken Leistungen überzeugen. "Ich liege in der Weltrangliste auf dem 150. Platz. In der deutschen Rangliste könnte ich jetzt auch wieder drauf sein. Im Jahr 2013 war ich noch die Nummer fünf", erzählt Wilhelmi mit einer großen Portion Stolz.

Nachdem Wilhelmi früher noch täglich auf dem Spielfeld stand, trainiert er heute noch zwei bis drei Mal pro Woche. "Wegen der gesundheitlichen Komponente kann ich heute nicht noch öfter üben. In meiner Altersklasse findet man fast keinen Gegner mehr, weil leider viele Spieler schon gestorben sind", sagt Wilhelmi, der mal für einen großen deutschen Automobilhersteller gearbeitet hat und seit 20 Jahren seine Pension genießt.

Trotz seines hohen Alters will der Langenfelder nicht komplett aufhören. "Allmählich plagen mich gesundheitliche Probleme", sagt Wilhelmi. "Ich werde aber noch die Deutsche Meisterschaft spielen. Außerdem habe ich noch 70 Weltranglistenpunkte und 42 deutsche Ranglistenpunkte zu verteidigen." Anfang August nimmt der Rentner am internationalen Turnier der Klasse I in Bad Breisig teil.

Im Jahr 1973 hatte Wilhelmi die Mannschaftsführung der Langenfelder Senioren übernommen - und er führte sie von der Bezirksliga in die erste Verbandsliga. "Sowohl im Beruf als auch im Sport war ich sehr ehrgeizig. Das hat sich ja mehr oder weniger auch auf meine Tochter Katja niedergeschlagen, die ja viel erfolgreicher war als ich", erklärt Wilhelmi.

Seine Tochter Katja Wilhelmi-Engels (50) und sein Enkel Janis Engels (13) sind ebenfalls leidenschaftliche Tennisspieler. Katja Wilhelmi-Engels konnte bereits im Jugendbereich wichtige Erfolge feiern, sie wurde zum Beispiel Niederrheinmeisterin. Mit 16 Jahren durfte sie damals bereits für den Oberligisten TC Rot-Weiß Düsseldorf spielen.

Anschließend trat sie in den vergangenen Jahrzehnten aus privaten Gründen kürzer, ehe sie nun die Mittelrhein-Meisterschaft bei den Damen 50 gewann. "Ich war lange nicht mehr bei Turnieren dabei, aber das ging dann doch", sagte Wilhelmi-Engels. Ende Juli startet die Langenfelderin bei den über fünf Tage andauernden Deutschen Meisterschaften in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Darüber hinaus hat auch Janis Engels eine große Begabung für den Sport, weil er bereits im Alter von zehn und zwölf Jahren den Kreismeister-Titel holte. Dass er zuletzt auch die Stadtmeisterschaft im Einzel und im Doppel gewann, nahm sein Großvater mit großer Freude zur Kenntnis. "Janis ist mehr oder weniger in unsere Fußstapfen getreten", meint Wolfgang Wilhelmi, der weiterhin durch starke Leistungen beeindrucken will.

Quelle: RP
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