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Lokalsport
Der LTV und die Chancen: "Da bleibt dir das Herz stehen"

Leichlingen. Ein wenig Geduld war gefragt, aber dann kam der Handball-Drittligist Leichlinger TV ins Rollen. Und zwar richtig. Die Mannschaft von Trainer-Manager Frank Lorenzet meldete sich am Wochenende mit dem 34:23 (13:9)-Erfolg gegen den Soester TV eindrucksvoll in der Liga zurück. "Ich bin froh, dass wir den Abwärtstrend stoppen konnten", meinte Lorenzet zufrieden.

Es war ein Sieg zum richtigen Zeitpunkt, denn zuletzt zeigte die Kurve des LTV nach unten. Die drei Niederlagen aus den vergangenen vier Spielen setzten das Team gegen Soest unter Druck, brachten es aber keineswegs aus dem Konzept. Von Beginn an sahen die mit Klatschklappen ausgestatteten Zuschauer im Smidt-Forum einen überlegenen Gastgeber, der wie jüngst in Minden aber fahrlässig mit seinen Chancen umging. "Da bleibt dir ja das Herz stehen", meinte Lorenzet mit Blick auf die ersten zwanzig Minuten seines Teams. Dort hatte es mehrfach hochkarätige Gelegenheiten einfach weggeworfen und den Gast damit im Spiel gehalten.

Aus Ergebnissicht gefährlich wurde es für den LTV nur beim Stand von 2:4 (10.), als die Gäste mit einem Tempogegenstoß auf drei Treffer hätten davon ziehen können, aber am starken Ante Vukas im LTV-Tor scheiterten. Ansonsten fiel den Soestern offensiv nur wenig ein. Das lag vorrangig an der Leichlinger Abwehr. Die Deckung hatte sich zuvor viel vorgenommen und setzte davon einiges um. Immer wieder wurde Soest an den Rand des Zeitspiels gerieben, weil es gegen die Deckung rund um den Mittelblock mit Henning Padeken und David Hansen kein Durchkommen gab. Die entscheidende Richtung nahm die Partie, als der LTV auf 11:7 (23.) davonzog. Die Gäste blieben acht Minuten ohne eigenen Treffer. "Diesmal war alles gut, aber es war auch nichts Berauschendes", urteilte Lorenzet, der nach dem Wechsel dann eine sehr abgezockte und schnörkellose Leistung seines Teams beobachten durfte. Insbesondere Rückraumspieler Kevin-Christopher Brüren (12 Treffer) und Linksaußen Joshua Reuland (7) fanden mit zunehmender Dauer Spaß an der Begegnung. Die Folge waren zahlreiche sehenswerte Treffer, welche das an diesem Tag fleißig unterstützende Leichlinger Publikum sichtlich zufrieden stellte. Für Lorenzet war insbesondere eines wichtig: "Wir haben es in dieser Saison erstmals geschafft, eine Partie bis zum Abpfiff konzentriert zu Ende zu spielen."

Zuvor war gerade das oftmals ein Problem. Diese Spielweise sei der Grundstein für die anstehenden Aufgaben der Leichlinger, die nun wie zu Saisonbeginn eine Serie starten wollen. Mit Leistungen wie am Wochenende wäre das sicher möglich - trotz der harten Brocken, die der Spielplan in naher Zukunft bereithält.

LTV: Vukas, Bungart - Lange (1), Brüren (12), Novickis (5), Padeken (3), Hansen, Hilger (3), Reuland (7), Kirfel, Kreckler (2), Zechmeister, Görigk (1).

(mol-)
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