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Handball
Der Neue ist ein alter Bekannter

Handball: Der Neue ist ein alter Bekannter
Langenfelds Zweitvertretung trainiert, Trainer René Hosan schaut zu. FOTO: Matzerath
Langenfeld. René Hosan will die zweite Mannschaft der SG Langenfeld nach vorne bringen. Der Ex-Torhüter ist in der Szene kein unbeschriebenes Blatt. Von Fabian Schmitt

Bisweilen kann es im Handball-Geschäft sehr schnell gehen. Das konnte jetzt auch René Hosan (42) feststellen, der ab sofort die SG Langenfeld II in der Verbandsliga trainiert. Ursprünglich sollte Michael Pütz die Nachfolge von Frank Holzweißig antreten, doch der Polizist musste aufgrund seines zeitintensiven Berufs absagen. Deshalb meldete sich Langenfelds Sportlicher Leiter Dennis Werkmeister bei seinem Bekannten Hosan, der kurzfristig für den Job einsprang.

"Ich kenne René seit zehn oder 15 Jahren. Ich habe ihn angerufen und dann haben wir uns ausgetauscht. Danach haben wir schnell Nägel mit Köpfen gemacht. René ist ein Glücksgriff und ein Mann mit so einem Background hätten wir sonst nicht bekommen", lobt Werkmeister, der außerdem die Langenfelder Drittliga-Mannschaft coacht. Zu diesem Zeitpunkt ist es schwierig, einen kompetenten Trainer zu finden, weil sie häufig schon vergeben sind.

Obwohl Hosan seine neue Mannschaft erst noch kennenlernen muss, ist er bereits von ihr überzeugt. "Unser Niveau ist natürlich nicht auf dem der ersten Mannschaft, aber es ist nah genug dran", meint der Coach. In Zukunft wird er eng mit der ersten und dritten Mannschaft zusammenarbeiten. Hosan: "Wir sind der Unterbau für die erste Mannschaft. Es wird auch Trainingseinheiten oder Spiele mit der ersten und der zweiten Mannschaft geben."

Bis zur Saison 2010/2011 spielte Hosan für die beiden Mannschaften der HSG Bergische Panther in der Landes- und Oberliga. Dann entschied sich der 1,95 Meter große Torhüter dazu, seine aktive Laufbahn komplett zu beenden. "Das war am Ende körperlich und vom Aufwand her zu viel", erklärt Hosan, der im normalen Leben als Servicetechniker im Kaffeemaschinen-Bereich tätig ist.

Parallel war er selbst als Trainer für die zweite Mannschaft der Panther ab der Saison 2009/2010 verantwortlich. Die Leidenschaft für den Sport ist einfach riesig. "Ich wollte den Jungen etwas mitgeben. Als Spieler habe ich ja selber schon etwas mitbekommen. Ich habe die Affinität gehabt, mit jungen Leuten zu arbeiten. Ich habe schon als Spieler gesehen, wie schwierig der Sprung von der A-Jugend zu den Senioren ist", meint der Coach, der bis zur Spielzeit 2011/2012 auch noch für die A-Jugendlichen der Panther in der Verbandsliga verantwortlich war.

Damals wurde er Vizemeister und Dennis Werkmeister holte mit Langenfelds A-Jugend den Titel. Hosan: "Daher kannten wir uns schon. Das Verhältnis zu Dennis ist sehr gut und der Kontakt ist nie zu hundert Prozent abgerissen." Aufgrund der hohen beruflichen Anforderungen pausierte er in der Runde 2012/2013, ehe er zwei Jahre lang für die SG Ratingen II verantwortlich war. Gemeinsam mit Sendi Cestnik trainierte Hosan in der Saison 2015/2016 das Landesliga-Team der Bergischen Panther. Zuletzt schaffte Hosan mit der A-Jugend des Leichlinger TV die Qualifikation für die Oberliga, ehe das Team aufgrund von Spielermangel aufgelöst wurde. Neben seiner Tätigkeit in Langenfeld wird Hosan noch die B-Junioren der Leichlinger betreuen. Vor Hosan liegt viel Arbeit, die er mit seiner Leidenschaft bewältigen will. Auch wenn es manchmal schnell geht.

Quelle: RP
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