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Der neue Torhüter ist da - natürlich ein "Tobi"

Lokalsport: Der neue Torhüter ist da - natürlich ein "Tobi"
Netzwerker: Neuzugang Tobias Joest (links) und Alexander Riebau bereíten sich im Training gerne auch gemeinsam vor. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Der Handball-Drittligist SG Langenfeld baut auf Tobias Geske, Alexander Riebau und Tobias Joest, der Tobias Hanke ersetzt. Von Michael Deutzmann

Die Entscheidung war schnell klar. Trainer Dennis Werkmeister wollte bei den Handballern der SG Langenfeld (SGL) einfach mehr Planungssicherheit für die Trainingseinheiten und entschloss sich deshalb für die neue Saison zu einem Wechsel auf dem Posten zwischen den Pfosten. Damals traf er damit seine bislang schwierigste personelle Maßnahme als Chefcoach, weil es an Torhüter Tobias Hanke nicht so sehr viel zu kritisieren gab. Dass Hanke als Polizist im Schichtdienst nicht jede Einheit mitmachen kann, lässt sich ja zweifellos nachvollziehen. Hankes Part ist immerhin auf einen Namensvetter übergegangen - was es vielleicht etwas einfacher macht. Bereits mitten in der vergangenen Saison gab ein junger Solinger seine Zusage: Tobias Joest (22), der nun mit Tobias Geske und Alexander Riebau das Torhüter-Trio der Ersten bildet. Hanke, der dritte Keeper aus der Tobias-Fraktion, verstärkt jetzt die Zweite der SGL in der Verbandsliga.

Tobias Joest verbrachte beinahe seine komplette Handball-Ausbildung beim Bergischen HC - bis auf eine Zwischenstation in der B-Jugend der SG Ratingen. Der gute Draht nach Langenfeld bestand praktisch automatisch, weil Joest in der A-Jugend sehr erfolgreich mit den seit einiger Zeit in Langenfeld aktiven André Boelken, Max Adams und Henrik Heider spielte. "Dennis ist auf mich zugekommen und hat mir gesagt, dass er für die neue Saison einen Torwart sucht", erzählt Joest. Am Ende musste er dann nicht mehr lange überlegen und gab seine Zusage im Januar praktisch mitten in der Saison. Die ersten Eindrücke seit dem Beginn der Vorbereitung vor zwei Wochen bestätigen ihm, dass der Wechsel richtig war - obwohl damals die 3. Liga noch Lichtjahre weit weg lag. "Ich bin super aufgenommen worden. Das passt auch von der Sympathie her. Und natürlich ist es grandios, dass Langenfeld den Aufstieg in die 3. Liga geschafft hat."

Trainer Werkmeister schätzt am Neuen das Stellungsspiel, die guten Reflexe und die starke Physis. Co-Trainer Thorsten Scholl, der für die Arbeit mit den Torhütern zuständig ist, nennt einen weiteren Pluspunkt: "Er hat einen klaren Kopf." Das heißt in der Übersetzung unter anderem, dass Joest hervorragend ins Team passt. Dessen Trumpf war in der vergangenen Saison der perfekte Zusammenhalt, der eine Etage höher mindestens im selben Umfang gebraucht wird - bei den Torhütern ebenfalls. "Alle haben gleiche Chancen", sagt Werkmeister.

Tobias Joest, der in Wuppertal Wirtschafts-Wissenschaften studiert, freut sich auf und über die Zusammenarbeit mit den Torhüter-Kollegen Alexander Riebau und Tobias Geske, der mit 29 Jahren über die meiste Erfahrung verfügt. "Ich hoffe, dass ich von ihm lernen kann", sagt Joest, der das Abenteuer 3. Liga großartig findet: "Diese Klasse wäre langfristig mein Ziel gewesen. Ich spüre, dass alle dran ziehen und echt Bock darauf haben." Dass Langenfeld im Feld der namhaften Konkurrenz wie Dormagen, Eintracht Hagen oder Leichlinger TV krasser Außenseiter ist, macht ihm keine Angst: "Klar, das wird eine große Herausforderung. Wir werden nicht um den Aufstieg spielen und nicht im Mittelfeld landen. Wenn drei Mannschaften absteigen, müssen wir den viertletzten Platz schaffen. Das Zeug dazu haben wir." In Handball-Langenfeld hat wohl keiner was dagegen, dass dieser Traum vielleicht in Erfüllung geht.

Quelle: RP
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