| 00.00 Uhr

Lokalsport
Derbyzeit: Auch die Kreisliga ist heiß umkämpft

Lokalsport: Derbyzeit: Auch die Kreisliga ist heiß umkämpft
Macht sich Gedanken: Der verstärkte HSV Langenfeld muss sich noch steigern - was sein Trainer Daniel Gerhardt auch ganz genau weiß. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld/Monheim. Die Sportfreunde Baumberg II sind Tabellenführer, Monheim II lauert als Fünfter. Als Top-Favorit gilt allerdings der HSV Langenfeld. Von Martin Römer

Es geht zurzeit sehr eng zu in der Fußball-Kreisliga - und es sieht aus wie ein weiterer Kampf unter Nachbarn. In der Oberliga, der höchsten Klasse des Fußball-Kreises Solingen, sind die Sportfreunde Baumberg (SFB) und der FC Monheim (FCM) zu Hause. Fast klar: Beide mischen auch drei Etagen tiefer mit. Knapp ein Drittel der Saison ist gespielt und gerade an der Tabellenspitze liegt das Feld dicht zusammen: Den Ersten SF Baumberg II (25 Punkte) und den Sechsten GSV Langenfeld (20) trennen nur fünf Punkte. "Die Mannschaften, die jetzt oben stehen, stehen mit Sicherheit zu Recht dort. Ich hoffe, dass es lange so eng und spannend bleibt", sagt Michael Will, der Trainer des FC Monheim II (FCM), dem auf Rang fünf drei Zähler bis zur Spitze fehlen.

Als heißester Anwärter auf den Sprung in die Bezirksliga galt vor dem Saisonbeginn der HSV Langenfeld und daran hat sich trotz eines holprigen Starts nichts geändert. Derzeit nehmen die Langenfelder mit 23 Punkten Platz drei ein, haben dabei allerdings ein Spiel mehr absolviert als etwa die Konkurrenz aus Baumberg und Monheim. Trainer Daniel Gerhardt hatte den Aufstieg im Vorfeld als Saisonziel deklariert und rückt davon keinen Zentimeter ab: "Wir sind zweimal in Folge Zweiter geworden und haben die Mannschaft im Sommer noch einmal deutlich verstärkt. Wenn ich da als Ziel ausgebe, oben mitspielen zu wollen, mache ich mich ja lächerlich." Bislang brachte der HSV aber seine Qualitäten gerade gegen vermeintlich schwächere Mannschaften nicht immer auf den Platz. Deshalb musste er bittere Punktverluste hinnehmen: Bei den in der unteren Tabellenhälfte angesiedelten SSVg. Haan (1:1), FC Britannia Solingen (0:0) und TuSpo Richrath (1:3) gelang den Langenfeldern kein Sieg.

"Die Qualität in der Mannschaft ist ohne Frage da und ich traue den Jungs weiter alles zu. Aber in manchen Spielen hat uns einfach einiges gefehlt", räumt Gerhardt ein. Insgesamt ist der HSV bisher jedoch glimpflich davongekommen, weil es in diesem Jahr keine Mannschaft gibt, die die Langenfelder Aussetzer so eiskalt ausnutzt wie beispielsweise der TSV Aufderhöhe in der vergangenen Saison.

Für Monheims Trainer Michael Will bleibt der HSV der Topfavorit auf die Meisterschaft: "Wenn man das nüchtern betrachtet, kann man eigentlich nur einen Aufsteiger sehen und das ist der HSV Langenfeld. Wenn er in diesem Jahr nicht aufsteigt, dann haben sie vieles falsch gemacht." Mit seinem eigenen jungen Team, das mit einem Altersschnitt von unter 23 Jahren an den Start geht, ist Will bislang zufrieden.

Als Fünfter hat die FCM-Zweite im Vergleich zum Dritten HSV und zum Zweiten Vatanspor Solingen (24 Punkte) immerhin noch ein Spiel in der Hinterhand. "Wenn man nach einem Drittel der Saison da oben steht, dann möchte man da natürlich bleiben. Aber es spielen viele Faktoren eine Rolle. Wir wollen möglichst lange auf Tuchfühlung bleiben", erklärt Will.

Rein tabellarisch haben derzeit die Sportfreunde Baumberg II die besten Karten, denn das Team von Trainer Jörn Heimann führt das Klassement an. "Uns ist klar, dass das nur eine Moment-Aufnahme ist. Wir haben uns vorgenommen, oben mitzuspielen und genießen das natürlich. Über den Aufstieg haben wird bei uns aber überhaupt nicht gesprochen", erklärt Sven Steinfort, der früher zur Ersten gehörte und mittlerweile bei der Zweiten als Spieler Co-Trainer in Personalunion tätig ist. Die Baumberger haben es in diesem Jahr ganz offensichtlich geschafft, eine eingeschworene Mannschaft zu formen, die dann in der Lage ist, etwaige Ausfälle zu kompensieren. "Wir haben dieses Jahr eine zusammengewachsene Truppe. Das macht meiner Meinung nach bisher den Unterschied", findet Steinfort.

Die nächsten Monate werden zeigen, wer den Aufstieg schafft. Landet der HSV vorne, wäre er der dritte Bezirksligist aus Langenfeld - falls nicht dem SC Reusrath oder dem SSV Berghausen der Sprung in die Landesliga gelingt. Landen Baumberg II oder Monheim II vorne, hätten die lokalen Branchenführer einen besseren Unterbau für ihre Oberliga-Mannschaften.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Derbyzeit: Auch die Kreisliga ist heiß umkämpft


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.