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Lokalsport
Die Elfen stehen vor den Toren der "Hölle Nord"

Leverkusen. In Buxtehude geht es für die Bundesliga-Handballerinnen nicht nur um Punkte, sondern auch gegen eine schwarze Serie. Von Tobias Krell

"Hölle Nord" nennen die Fans des Buxtehuder SV die Halle des Schulzentrums Nord. Dieser Kosename ist zwar in erster Linie auf die feurige Atmosphäre des Publikums bezogen. Was Bayers Handballerinnen angeht, trifft er aber auch im Hinblick auf die eigenen Resultate zu. Im Sommer verließ mit der spielenden Co-Trainerin Denisa Glankovicova die letzte Aktive den Klub, die sich noch an einen Sieg beim BSV erinnern kann. Die Statistik weist im Februar 2010 einen 27:21-Sieg der Leverkusenerinnen aus. Das letzte Remis in Buxtehude datiert aus dem Jahr 2011.

Wenn es nach Trainerin Renate Wolf und ihren Schützlingen geht, soll für die Erinnerung an das jüngste Erfolgserlebnis nach diesem Wochenende ein Blick in die aktuellen Ergebnislisten genügen. Die Chef-Elfe ist sich vor der Partie morgen (15 Uhr) der Tatsache bewusst, dass das ein hartes Stück Arbeit wird. "Der BSV hat ein starkes Team und kann sich auf seine Kulisse verlassen", betont sie.

Wenn sich Freunde des Frauen-Handballs mit dem Team aus der Stadt vor den Toren Hamburgs beschäftigen, geht es zumeist um die erst 18 Jahre alte Emily Bölk. Die Jung-Nationalspielerin gilt als derzeit wohl größte Hoffnungsträgerin, wenn es um die Zukunft der deutschen Auswahl geht. Ins Schwärmen gerät bei ihrer Erwähnung auch Renate Wolf, die selbst als Fachfrau für das Formen von Talenten zu Nationalspielerinnen gilt. "Emily hat sich unter Trainer Dirk Leun enorm entwickelt. Sie hat einen starken Wurf, bringt ein überdurchschnittliches Spielverständnis mit und strotzt nur so vor Selbstbewusstsein", preist sie die Vorzüge der Nummer 20 des BSV.

Aber die Begeisterung für das Talent hindert Wolf nicht daran, an einem Plan zu tüfteln, wie ihr Team in der "Hölle Nord" eine teuflisch gute Leistung aufs Parkett bringen kann. Sich nur auf Bölk zu konzentrieren, ist zu wenig. Für gehobene Qualität sorgen auch andere Spielerinnen im Buxtehuder Kader - wie beispielsweise die Torfrauen Antje Lenz und Julia Gronemann, oder auch Jessica Oldenburg, Friederike Gubernatis und Lone Fischer. "Wir müssen eine starke Deckungsleistung abrufen. Unsere Torhüterinnen müssen gut aufgelegt sein und wir müssen im Angriff die Chancen effektiv nutzen", nennt Wolf das Rezept für den ersten Sieg in Buxtehude seit über sechseinhalb Jahren.

Wie gut das aufgeht, davon können sich Fans der Elfen morgen ab 15 Uhr online im Livestream unter www.sportdeutschland.tv überzeugen.

Quelle: RP
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