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Die Gallier holen zum nächsten Wurf aus

Lokalsport: Die Gallier holen zum nächsten Wurf aus
Auf Einsatz eingestellt: Matthias Herff (beim Wurf) und die Langenfelder Handballer wollen weiter alles für das Unternehmen Klassenerhalt geben. FOTO: Ralph Matzerath (ARCHIV)
Langenfeld. Der Handball-Drittligist SG Langenfeld zieht aus dem 30:30-Unentschieden gegen die HSG Krefeld viel Zuversicht für die nächsten Aufgaben. Trotzdem ist der Aufsteiger fast immer Außenseiter - auch morgen bei der HSG Handball Lemgo II. Von Michael Deutzmann

Es bleibt dabei. Die erste Saison in der 3. Liga ist für den Aufsteiger SG Langenfeld (SGL) ein Abenteuer. Das konnten die beiden ersten Auftritte mit dem 28:39 beim Leichlinger TV und dem 30:30 gegen die HSG Krefeld eindrucksvoll untermauern. Die neue Umgebung ist fürs Team von Trainer Dennis Werkmeister aber auch ein echter Marathon, weil Langenfeld noch nie in seiner Handball-Geschichte in einer Saison 30 Meisterschaftsspiele zu absolvieren hatte. Umgerechnet auf die gut 42 Kilometer lange Laufstrecke entspricht eine Partie damit genau 1,4 Kilometern. Weil die SGL bisher zweimal im Einsatz war, steht der interne Kilometerzähler bei 2,8 -erst. Die meiste Arbeit wartet demnach noch und morgen (17 Uhr) vor der Partie bei der HSG Handball Lemgo II zunächst die mit knapp unter 200 Kilometern drittlängste Anreise der Saison. Noch weiter werden demnächst nur die Spiele am 12. November beim GSV Eintracht Baunatal (215 Kilometer) und am 17. Dezember (220) beim TSV GWD Minden II entfernt sein.

Trainer Werkmeister wirkt vor der schwierigen Aufgaben entspannt - was unter anderem damit zu tun haben dürfte, dass sein Team nach dem Quantensprung aus der Oberliga in die 3. Liga lernfähig zu sein scheint. Nach der hohen Niederlage in Leichlingen gab es bei der Heimpremiere eine Wandlung - hin zu alter Leidenschaft. Gegen den Dritten der vergangenen Saison stand die SGL deshalb vor einer noch dickeren Überraschung, als es das Unentschieden ohnehin war. Nach dem 30:28 und dem 30:30 der Gäste kam Langenfeld zu einem letzten Freiwurf - an dessen Ausführung Tim Menzlaff gehindert wurde. Obwohl die Unparteiischen den Regelverstoß nicht entsprechend ahndeten (Siebenmeter, Rote Karte gegen Krefeld), verzichtete die SGL auf einen Protest - der vermutlich ohnehin abgelehnt worden wäre. "Wir freuen uns über den einen Punkt", sagt Werkmeister, der seinem Team eine einwandfreie Trainingswoche bescheinigte: "Wir haben ganz gut gearbeitet und ich denke, dass wir gut auf das Spiel vorbereitet sind."

Die HSG startete mit einem 34:29 über den VfL Gummersbach in die Saison, auf das ein 18:18 beim TuS Volmetal folgte. Werkmeister hat das verfügbare Videomaterial intensiv studiert und daraus wertvolle Erkenntnisse gewonnen: "Die spielen einen sehr schnellen Ball. Das ist eine junge, aber zugleich schon erstaunlich abgezockte Truppe. Wir werden wieder an unser Maximum gehen müssen. Dann sehe ich eine Chance, dort etwas zu holen."

Nach Lemgo folgt in einer Woche am 24. September (17.30 Uhr) gegen die Ahlener SG das zweite Heimspiel, ehe die 3. Liga am Wochenende 1./2. Oktober eine Verschnaufpause einlegt. Anschließend geht es ab dem 8. Oktober mit der Partie gegen den TuS Volmetal ohne Unterbrechung bis Weihnachten weiter - mit elf Ausgaben der Kategorie schwierig bis extrem schwierig. Besonders die zweite Oktober-Hälfte mit den hintereinander folgenden Spielen gegen die Top-Teams Bayer Dormagen (15.), Eintracht Hagen (22.) und Neusser HV (29.) werden es in sich haben. Ihre Gallier-Qualitäten und die Fähigkeit, eine halbe Ewigkeit gegen übermächtig wirkende Kontrahenten viel Widerstand zu leisten, wird die SGL allerdings immer brauchen. Ein Abenteuer bleibt die 3. Liga auf jeden Fall.

Quelle: RP
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