| 00.00 Uhr

Lokalsport
Die "Hölle Nord" in Buxtehude bleibt zu heiß für die Elfen

Leverkusen. Vor den Toren Hamburgs unterlag das Team um Trainerin Renate Wolf 28:30. Bereits am Mittwoch geht es zuhause gegen den Deutschen Meister. Von Tobias Krell

Groß war die Enttäuschung bei Bayers Handballerinnen als die Schluss-Sirene eine weitere Niederlage in Buxtehude besiegelte. Das lag auch daran, dass die Elfen beim 28:30 (16:16) sehr lange an der Überraschung schnupperten. Rund zehn Minuten vor dem Ende glichen sie ein letztes Mal aus (24.24) und konnten auch beim Anschlusstreffer zum 27:28 noch einmal vom ersten Sieg beim BSV seit Februar 2010 oder zumindest dem ersten Remis seit rund fünf Jahren träumen.

1500 Zuschauer in der "Hölle Nord" sahen eine sehr rasante und stets ausgeglichene Begegnung, die weit mehr Spannung bot als den Fans des Gastgebers lieb war - und die Facebook-Seite des Vereins bezeichnete die Partie wenige Minuten vor dem Happy End für die Norddeutschen treffend als "Nägelkauer".

Auch wenn zumeist der Favorit den Spielstand vorlegte, durften sich auch die Elfen streckenweise über knappe Führungen freuen. 11:10, 12:11, 13:12, 17:18 lauteten die erfreulichen Zwischenstände.

Jetzt wird es für Trainerin Renate Wolf und ihre Schützlinge darum gehen, das Gefühl der Niederlage möglichst rasch auszublenden und sich stattdessen auf die Tatsache zu besinnen, dass sie dem Angstgegner auf Augenhöhe begegnet sind. Zeit zum Verzagen bleibt den Leverkusenerinnen ohnehin nicht.

Schon am Mittwoch geht es weiter - und einfacher wird es keineswegs. Sie empfangen in der heimischen Ostermann-Arena niemand Geringeren als den Titelverteidiger Thüringer HC zum letzten Heimspiel vor der Europameisterschaft in Schweden. Anwurf ist um 19.30 Uhr. Wie auch schon die Begegnung in Buxtehude, zeigt die Internetseite sportdeutschland.tv die Begegnung gegen den THC im Livestream.

Im Fokus von Handball-Deutschland steht Leverkusen aber auch in der Pause noch einmal. Die Nationalmannschaft (mit den aktuellen Elfen Jennifer Karolius und Jennifer Rode sowie sechs Ex-Leverkusenerinnen) startet hier am 23. November in ihren letzten Lehrgang vor dem Turnier.

Übrigens: Die Leistung vom Duell zwischen Buxtehude und Bayer dürfte auch Bundestrainer Michael Biegler zufrieden registriert haben. Schließlich gehörten die besten Schützinnen der Partie zu seinem erweiterten 28er-Kader: BSV-Top-Talent Emily Bölk erzielte ebenso sieben Tore wie auf Leverkusener Seite Karolius und Rode.

Elfen: Fehr, Zec - Bijan, Jurgutyte (6), Seidel, Braun, Zschocke (1), Potocki (3), Bruggeman, Adams, Karolius (7), Berndt (4), Jochin, Janouskova, Schilk, Rode (7/2).

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Die "Hölle Nord" in Buxtehude bleibt zu heiß für die Elfen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.