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Lokalsport
Die "Pirates" machen Pause - vorerst

Leichlingen. Die erste Trainingsphase der Leichlinger Drittliga-Handballer ist abgeschlossen. Coach Frank Lorenzet kündigt weitere Zugänge an. Von Moritz Löhr

Die Segel der "Pirates" sind im Moment eingeholt. Pause steht auf dem Trainingsplan von Frank Lorenzet - und das ganz bewusst: "Die Spieler sollen nicht an Handball denken und zur Ruhe kommen", sagt der Trainer des Westdeutschen Handballmeisters Leichlinger TV (LTV), allerdings nicht ohne mahnende Worte mit auf den Weg zu schicken: "Meine Mannschaft kennt mich. Wer nur faul auf der Haut liegt, wird dann zum Trainingsstart echte Schmerzen haben."

Das kann dann wohl keiner der Spieler gebrauchen. Denn wenn die Leichlinger am 18. Juli in die zweite Phase ihrer Vorbereitung starten, liegen noch knapp sechs harte Wochen vor ihnen. Erst am Wochenende des 27./28. Augusts geht mit der ersten Runde des DHB-Pokals bei der SG Bietigheim der Ernst des Handballer-Lebens wieder los. Bis der Ball fliegt, gilt es für das Team wohl vor allem, die richtige Mischung zwischen Fleiß und Entspannung zu finden.

Für Lorenzet bietet sich in der handballfreien Zeit derweil die Gelegenheit, ein erstes Fazit der Vorbereitung zu ziehen. Wie zufrieden war der Trainer mit seinen Jungs? "Unter den gegebenen Umständen haben wir einiges geschafft", sagt der 48 Jahre alte Coach, der keinen Hehl daraus macht, dass es noch besser hätte laufen können: "Wir konnten nicht so trainieren, wie ich es mir vorgestellt habe."

Das hatte vor allem personelle Gründe, denn die Zusammensetzung Mannschaft änderte sich praktisch von Einheit zu Einheit. Mal fehlte der eine urlaubsbedingt, mal der andere aus gesundheitlichen Gründen. David Hansen setzte mit Rückenproblemen rund zwei Wochen aus. Torwart Ante Vukas fällt zudem mit einem Muskelriss noch längere Zeit aus. Abgesehen davon muss sich Lorenezt aber wohl bei keinem seiner Spieler ernste Sorgen machen. Nur die Vielzahl an Verletzung ging dem Coach gegen Strich: "Es summierte sich."

Allerdings vergisst der Trainer nicht, wie es vergangene Saison lief. Auch da hakte es in der Vorbereitung noch an mehreren Stellen - und schließlich startete eine topfitte und taktisch bestens eingestellte Mannschaft in die Saison. Der Ausgang der Spielzeit ist bekannt: Der Leichlinger TV feierte den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte und wurde Meister der 3. Handball-Liga. Den Aufstieg konnte der Verein indes nicht wahrnehmen - vor allem aus wirtschaftlichen Gründen.

Neben den bekannten Gesichtern spielten auch zwei Testspieler und potenzielle Neuzugänge im Training mit, um sich zu präsentieren. Lorenzet ist nach wie vor auf der Suche nach einem abwehrstarken Kreisläufer und einem Mann für die Rückraummitte - einerseits, um sich auf den beiden Positionen zu verstärken und andererseits, um den bisher noch recht dünn besetzten Kader zu vergrößern.

"Mit zehn Feldspielern können wir nicht in die neue Saison gehen", stellt der Trainer-Manager treffend fest und ist bei beiden Testspielern optimistisch: "Sie haben mich überzeugt." Sportlich scheint einer Verpflichtung daher nichts im Wege zu stehen. Detailfragen müssen aber noch geklärt werden. Vor der Abreise ins Trainingslager im tschechischen Pilsen am 20. Juli werde der Kader für die kommende Spielzeit aber komplett sein, kündigt Lorenzet an.

Quelle: RP
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