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Lokalsport
Ein Ex-Profi soll das Baumberger Tor sauber halten

Monheim. Daniel Schwabke hielt schon für den 1. FC Köln. Nun soll er sich mit Stammkeeper Karagiannis einen Zweikampf liefern. Von Fabian Schmitt

Ein gesunder Konkurrenzkampf belebt bekanntlich das Geschäft. Daher verpflichtete der Fußball-Oberligist SF Baumberg (SFB) nach dem Abgang von Torwart Tobias Bergen zum Kreisligisten TSV Aufderhöhe den 26 Jahre alten Schlussmann Daniel Schwabke vom Ligakonkurrenten KFC Uerdingen 05. "Wir wollten auf der Torhüter-Position noch etwas machen", erklärt SFB-Coach Salah El Halimi. "Wir wollten da natürlich Konkurrenz haben. Wer die Nummer eins wird, kann ich aber erst in sechs Wochen sagen."

Momentan liefern sich Schwabke und Asterios Karagiannis ein enges Duell um den Platz zwischen den Pfosten. Karagiannis war in der vergangenen Landesliga-Saison der Stammkeeper - und damit mitverantwortlich für den Aufstieg. "Es ist ein offener Kampf mit Asterios um die Nummer eins, den ich dankend annehme. Ich muss mich jetzt in der Vorbereitung beweisen. Dann wird sich der Trainer entscheiden", sagt Schwabke, der in der Vergangenheit bereits die harte Seite des Profi-Fußballs kennenlernte.

Im Alter von 17 Jahren wechselte der Schlussmann vom 1. FC Magdeburg zur A-Jugend des 1. FC Köln. Anschließend rückte Schwabke in den Bundesliga-Kader der ersten Mannschaft auf, in der er hinter Faryd Mondragón oder Miro Varvodic der Ersatztorwart war. Im Sommer 2012 stand Schwabke dann kurz davor, zu Energie Cottbus zu wechseln. "Aus finanziellen Gründen hat es am Ende doch nicht geklappt", meint Schwabke.

Zudem verhandelte der Schlussmann mit Bayern München II über einen Wechsel. "Ich habe die Zusage von Bayern bekommen, aber dann hat mir der Nachwuchsleiter Wolfgang Dremmler eine Absage erteilt", sagt Schwabke, "Bayern wollte lieber eine interne Lösung finden. Das war ein Nackenschlag für mich, weil die beiden Absagen von Cottbus und München in dem jungen Alter schon bitter waren." Nach viereinhalb Jahren bei den Kölner Profis zog es Schwabke im Januar 2013 zu Rot-Weiss Essen, wo er direkt zum Stammtorwart avancierte. Schwabke: "Ich wollte einfach wieder spielen." Der Keeper spielte zweieinhalb Jahre in Essen, ehe er nach Uerdingen wechselte. In der vergangenen Saison kam Schwabke zunächst häufig zum Einsatz, doch am Ende der Hinrunde zog er sich einen dreifachen Bänderriss zu. Nach seiner Verletzung konnte er den neuen Trainer nicht von sich überzeugen.

Der 1,90 Meter große Schlussmann wird nun seine Qualitäten in Baumberg einbringen. "Daniel ist ein ruhiger Typ und ein angenehmer Mensch. Er muss sich in die Mannschaft integrieren, aber da bin ich hoffnungsvoll. Er hat schon in Köln gute Erfahrungen gesammelt. Außerdem finde ich, dass er eine gute Ausstrahlung hat", lobt El Halimi. Nun will Schwabke möglichst viel spielen und mit den Sportfreunden den Klassenerhalt erreichen.

Quelle: RP
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