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Ein neuer Trainer startet ins Ungewisse

Lokalsport: Ein neuer Trainer startet ins Ungewisse
Taktgeber: Der neue Trainer Frank Holzweißig (rechts) strebt mit den Langenfelder Verbandsliga-Handballern (links Steffen Hambrock) in erster Linie den Klassenerhalt an. Ob es zu mehr reicht, wird sich zeigen müssen. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Beim Handball-Verbandsligisten SG Langenfeld II tritt Frank Holzweißig die Nachfolge von Dennis Werkmeister an. Der 39-Jährige freut sich auf die Herausforderung. Er weiß aber überhaupt noch nicht, wo seine Mannschaft steht. Von Moritz Löhr

Ungewissheit ist wohl das, was die Zukunft des Handball-Verbandsligisten SG Langenfeld II (SGL) derzeit am besten beschreibt. Vieles hat sich beim Sechsten der Saison 2014/2015 verändert - an erster Stelle auf der Trainerposition. Weil Dennis Werkmeister im internen Ranking vorgerückt ist und nun die erste Mannschaft in der Oberliga betreut, musste ein neuer Mann für den letztjährigen Aufsteiger gefunden werden. In Frank Holzweißig bleibt der Verein seiner Linie treu, auf bekannte Gesichter zu setzen. Der 39-jährige Coach hat das Handballspielen in Langenfeld gelernt - und er kennt Mannschaft sowie Trainerkollegen bestens. "Dennis habe ich damals als Jugendlicher in der F-Jugend trainiert", sagt Holzweißig, "seine Person war mit Grund für meine Entscheidung, zurück nach Langenfeld zu kommen."

Holzweißigs Weg in Langenfeld endete 2006, als er seine Spielerkarriere beenden wollte. Über den TuS 82 Opladen kam er schließlich zu Fortuna Düsseldorf und war dort jeweils als Spielertrainer aktiv. Im Jahr 2009 übernahm er bis zuletzt die zweiten Damen der Düsseldorfer. "Die Arbeit dort hat mir sehr viel Spaß gemacht und mich geprägt. Jetzt wollte ich eine neue Herausforderung", erklärt der SGL-Coach, "Langenfeld ist zum jetzigen Zeitpunkt einfach am interessantesten für mich. Ich habe mich geehrt gefühlt, als man mich gefragt hat, das Team zu übernehmen."

Dass Holzweißig die sportlichen Kompetenzen für seine Arbeit besitzt, ist unumstritten. Fragen wirft jedoch die personelle Lage der Mannschaft auf. In André Boelken, Henrik Heider und Philipp Wolter verlassen die drei wichtigsten Stützen und besten Torschützen das Team in Richtung erste Mannschaft. Die Rückrunde der vergangenen Spielzeit hat schließlich bereits gezeigt, dass die Mannschaft ohne das Trio nur im Mittelmaß der Verbandsliga unterwegs ist. "Wir wissen überhaupt nicht, wo wir stehen. Unser erstes Ziel muss der Klassenerhalt sein", betont Holzweißig, der sein neues Team als eine "echte Wundertüte" bezeichnet.

Er und Werkmeister haben sich um Zugänge bemüht, die die Abgänge kompensieren sollen - und das nicht zu knapp. In Daniel Reinders, Arne Wiebenga, Thomas Fischer, Frederic König und Jonas Kühl kamen fünf Feldspieler hjnzu. Reinders und Wiebenga waren bisher für die Dritte aktiv, während König zum Oberliga-Kader gehörte. Toni Kniesche soll Langenfeld nach überstandener schwerer Krankheit (Leukämie) im Rahmen der gesundheitlichen Möglichkeiten ebenfalls wieder unterstützen.

Auf der Torwartposition musste der Verein nach den Abgängen von Christian Wansing, Thorsten Scholl (beide Karriereende) und Robin Jockenhöfer (dritte Mannschaft) besonders dringend handeln. Janik Müller, Alexander Riebau und Luca Jahn sind die drei neuen Anwärter auf den Platz zwischen den Pfosten. Ex-Keeper Scholl ist neuer Teammanager.

In der langen Vorbereitung soll das Team zu einer Einheit werden. Das ist für Holzweißig ohnehin der entscheidende Aspekt für den Erfolg. "Der Verein muss als Ganzes funktionieren", betont der Trainer, "die Zusammenarbeit zwischen erster und zweiter Mannschaft war in den letzten Jahren etwas holprig." Das werde in der neuen Saison aber nicht mehr vorkommen.

Quelle: RP
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