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Lokalsport
Ein Turnierziel: Golfer wollen das Image des Elitären ablegen

Langenfeld. Die Langenfelder Stadtmeisterschaften sind mit 76 Teilnehmern an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Der Computer musste Schwerstarbeit leisten. Von Dirk Neubauer

Es war zu windig. Mit diesen vier Worten lässt sich die gesamte Kritik an den zweiten offenen Golf-Stadtmeisterschaften zusammenfassen. Mancher Ball flog deshalb unvorhersehbare Kurven. Auf dem Golfplatz Am Katzberg traten 76 Spielerinnen und Spieler aller Altersklassen und Spielstärken gegeneinander an. Von morgens acht Uhr bis nach 19 Uhr abends zogen 19 Flights, wie die Golfrunden mit je vier Spielern heißen, ihre Bahn. Dann wurde es dem Computer richtig warm, denn er musste die Zählkarten auswerten. Am Ende standen die Sieger für 2015 fest. Bei den Damen fiel Claudia Brandenburg-Niebel die Ehre zu. Stadtmeister der Herren ist Maik Brettner. Bei den Seniorinnen ging der Pokal an Myong Sook Schroten, Senioren-Stadtmeister der Herren wurde Paul Werner Müller.

"Wir haben beinahe die höchstmögliche Teilnehmer erreicht", berichtete Harald Noubours, der die Stadtmeisterschaften gemeinsam mit Frank Beckmann organisiert hatte. Von der ersten Kanne Kaffee für die Early Birds, die Frühaufsteher unter den Golfern, bis hin zur Überreichung der Pokale am Abend im Rahmen einer Feierstunde kam bei keinem von beiden Langeweile auf. Noubours gab etwas zu - allerdings nur hinter vorgehaltener Hand: "Ich habe selber eine Runde gespielt - war aber mit den Gedanken ganz woanders." Über das Ergebnis deckt die Turnierstatistik ein gnädiges Schweigen.

"Wir möchten den Golfsport ein Stück weit von seinem Image des Elitären befreien", sagte Frank Beckmann zum Turnier. Eine Jahresmitgliedschaft in einem Golfclub wie dem Am Katzberg koste unter dem Strich auch nicht mehr als die Zutrittsgebühr für ein gutes Sportstudio. So wäre es schön, wenn sich der deutsche Golfsport ein Vorbild an Irland oder den USA nähme: "Dort gibt es natürlich exklusive Plätze, zugleich aber auch solche, auf denen jeder sein Glück versuchen kann.

Dabei sorgt das Handicap dafür, dass selbst starke Spieler gegen Anfänger antreten können - und trotzdem keine Langeweile im Turnier aufkommt. Ungeübte haben ein höheres Handicap und dürfen sich mehr Umwege leisten. Dass die Langenfelder die jeweils Besten in drei Handicap-Klassen untereinander ausspielten, vergrößerte die Zahl der glücklichen Gewinner.

Quelle: RP
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