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Vorgespult
Eine ziemlich hübsche Zwischenbilanz

Langenfeld. Inzwischen hat jeder die ungefähr richtige Ahnung davon, wohin ihn sein Weg führen könnte. Über ein Drittel der Saison haben unter anderem die Fußball-Oberligisten hinter sich, zu denen auch die Sportfreunde Baumberg (SFB) gehören. Die Baumberger zeigen oft bis sehr oft, dass sie die zum Klassenerhalt erforderliche Qualität mitbringen. Hier und da blieben trotz vorhandener Chancen sogar Punkte liegen - wie kürzlich beim 1:3 gegen Ratingen 04/19. Dass sich Baumberg nicht nur an seinem hohen spielerischen Potenzial berauscht, bewies die Reaktion darauf. Das 0:0 beim Top-Titelfavoriten KFC Uerdingen hätte so kaum einer erwartet und das 3:0 über TuRU Düsseldorf war ebenfalls nicht selbstverständlich.

Die Sportfreunde gehen mit ihren 17 Punkten und 26:21 Toren in die letzten sechs Spiele vor der Winterpause. Sieg-Garantien gibt es dabei in keiner Partie dieser Serie, die am Sonntag (15 Uhr) beim punktgleichen Neunten und Mit-Aufsteiger VfB Homberg beginnt. SFB-Trainer El Halimi hat Respekt vor dem starken Gegner und trotzdem ein klares Ziel: "Wir wollen in diesem Jahr noch möglichst viele Punkte sammeln. Es wäre schön, wenn wir etwas mitnehmen könnten." Etwas weiter in der Ferne taucht bei El Halimi dann bereits die Winter-Vorbereitung auf, auf die er sich sehr freut.

Dann werden - anders als im Sommer - alle Spieler des Kaders durchgängig zur Verfügung stehen. Daraus ergibt sich die Hoffnung, dass die Sportfreunde 2017 noch stabiler sein werden. Allrounder Kosi Saka, gleichzeitig Spieler und eine Art Gute-Laune-Verantwortlicher, gießt die Aussichten in eine Wunsch-Vorstellung: "Wenn bei uns immer alle fit sind, könnten wir um den Aufstieg mitspielen." Natürlich weiß der 30 Jahre alte Ex-Profi genau, dass es in der Realität ur um den Klassenerhalt geht. Weil sich das durch die ganze Mannschaft zieht, sind derart kühne Ausblicke allerdings hin und wieder erlaubt.

Eine Etage tiefer ist auch beim FC Monheim (FCM) Vorsicht das Gebot der Stunde. Trainer Dennis Ruess wird nicht müde, vor möglicherweise überzogenen Erwartungen zu warnen. Ihm geht es weiter darum, so bald wie möglich die für den Klassenerhalt nötigen Punkte zu sammeln. Der Plan ging bisher derart gut auf, dass keiner mehr am Gelingen zweifelt. Der Dritte Monheim liegt bei 29 Zählern immerhin 17 Punkte vor der Gefahrenzone.

Noch komfortabler ist die Lage für den Mit-Aufsteiger FSV Vohwinkel (32), der die Tabelle anführt. Deshalb dürfte das Treffen zwischen dem FCM und den Wuppertalern morgen (14.30 Uhr, Rheinstadion) ein echtes Spitzenspiel werden. Beiden bietet sich die Gelegenheit, ohne große taktische Zwänge für ein Spektakel zu sorgen. Eine Ahnung vom weiteren Weg haben sie ja sowieso schon. Michael Deutzmann

Quelle: RP
 
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