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Lokalsport
Elfen haben heute die Chance zur Revanche

Leverkusen. Die 23:30-Niederlage aus dem Hinspiel gegen den BVB wirkt nach - und soll nun vergessen gemacht werden. Von Tobias Leo Krell

In Duellen mit Teams aus der oberen Tabellenhälfte haben Bayers Handballerinnen zuletzt vor eigenem Publikum zweimal für Überraschungen gesorgt. Der Sieg gegen Buxtehude und das Remis gegen den VfL Oldenburg nähren die Hoffnungen, dass auch heute um 15.30 Uhr im Spiel bei Borussia Dortmund etwas drin sein könnte für die Elfen.

Mit dem starken Aufsteiger, der derzeit auf Platz fünf der Tabelle liegt, haben die Leverkusenerinnen aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen. Nach knapper Halbzeitführung (14:13) zog das Team von Trainerin Renate Wolf doch noch deutlich den Kürzeren (23:30) - und daran hatten zwei am Rhein wohlbekannte Neuzugänge des BVB erheblichen Anteil: die Ex-Elfen Clara Woltering und Anne Müller.

An Nationalkeeperin Woltering und ihren starken Paraden nach dem Seitenwechsel biss sich die etwas uninspiriert auftretende Elfen-Offensive im Hinspiel die Zähne aus. Und die Bayer-Defensive bekam Müller einfach nicht in den Griff, wovon insgesamt sieben Treffer der früheren Leverkusenerin zeugten. Die Kreisläuferin und Abwehrchefin der Dortmunderinnen befindet sich nach einem Innenbandriss noch im Aufbautraining und wird heute wohl nur zuschauen können.

Das ist aber noch lange kein Grund, den Gegner zu unterschätzen. Der mit einem größeren Etat als die Elfen ausgestattete Nachbar hat auch ohne die einstige Auswahlspielerin reichlich Klasse im Kader. So komplettierte im Sommer mit Nadja Nadgornaja ein weiterer Star mit Länderspielerfahrung das Trio äußerst namhafter Neuverpflichtungen. Auch sie drückte dem ersten Treffen in der Smidt-Arena ihren Stempel auf, nutzte die Unachtsamkeiten und halbherzigen Abwehrversuche der Elfen gnadenlos aus und wurde so mit elf Treffern erfolgreichste Schützin beim Auswärtssieg in Leverkusen.

Gelingt den Schützlingen von Renate Wolf die Revanche, winkt als Belohnung Tabellenplatz acht, den die Trainerin als Nahziel ausgegeben hat. Den belegen derzeit die Blombergerinnen, mit denen (und dem Siebten Berlin) Bayer durch das Remis gegen Oldenburg gleichgezogen hat - und der aktuelle Achte der Tabelle muss mit dem Heimspiel gegen dem Titelkandidaten Thüringer HC das im Vergleich noch schwerere Programm an diesem Spieltag absolvieren.

Quelle: RP
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