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Lokalsport
Elfen holen einen Punkt für die Moral

Leverkusen. Das überraschende 26:26 der Handballerinnen in Bietigheim tut laut Trainerin Renate Wolf "richtig gut". Von Tobias Krell

Im letzten Bundesliga-Spiel vor der WM-Pause gelang Bayers Handballerinnen eine faustdicke Überraschung: Das Team von Trainerin Renate Wolf trotzte im Auswärtsspiel dem Starensemble der SG BBM Bietigheim in einem packenden Spiel mit Herzschlag-Finale ein 26:26 (17:14)-Unentschieden ab.

Die Auswirkungen des Coups auf das Klassement waren zwar recht überschaubar, doch für die durch den durchwachsenen Saisonstart angegriffene Moral war das Remis beim Tabellendritten ohne Zweifel Gold wert, auch wenn jetzt erst einmal fünf Wochen Wettkampfpause anstehen. "Dieser Punkt tut uns richtig gut", betonte Wolf.

Gut in Form präsentierte sich unmittelbar vor dem Start in die WM-Vorbereitung mit dem DHB-Team Leverkusens Neu-Nationalspielerin Jennifer Rode. "Eine richtig starke Leistung von Jeje", lobte Wolf die Linkshänderin. Die war mit acht Treffern - darunter drei von drei Siebenmetern - erfolgreichste Schützin der Partie. Da Kim Naidzinavicius zudem auf fünf Torerfolge kam, zeichneten sich die beiden deutschen Auswahlspielerinnen im Gespann für exakt die Hälfte der Elfen-Tore an diesem Wochenende verantwortlich.

Den Erfolg nur an diesem Duo festzumachen, wäre aber zu kurz gegriffen. Einerseits glänzten auch andere, etwa Spielführerin Jennifer Karolius am Kreis (5 Tore) oder Keeperin Vanessa Fehr, die Mitte der ersten Hälfte ins Spiel kam und mit ihren vielen Paraden dem Team ein starker Rückhalt war. Andererseits war der Schlüssel zum Erfolg nicht zuletzt auch das intakte Kollektiv. "Es war bei jeder Spielerin immer der unbedingte Wille zu spüren, das Tor zu erzielen", lobte Chef-Elfe Wolf ihre Schützlinge.

Weiter geht es in der Liga erst kurz vor dem Jahreswechsel. Am 30. Dezember empfangen die Elfen in der heimischen Smidt-Arena die Bad Wildungen Vipers. Das Remis in Bietigheim und der Sieg im vorangegangen Auswärtsspiel in Oldenburg sollen nun der neue Maßstab sein, an dem die Elfen sich messen lassen wollen und auch müssen. "Wenn wir immer so auftreten wie in diesen beiden Partien, müssen wir uns um den Erfolg der Mannschaft keine Sorgen machen", sagt Wolf voller Überzeugung.

Dass sie sich Nachlässigkeiten bei allem vorhandenen Potenzial nicht erlauben können, dafür dient die bittere Heimniederlage gegen Dortmund zwischen den Überraschungen in fremder Halle als deutliche Warnung.

Elfen: Gaiovych, Fehr - Seidel (4), Braun, Heldmann, Glankovicova, Adams, Karolius (5), Naidzinavicius (5/1), Ruthenbeck, Berndt (2), Janouskova, Adeberg (1), Schilk (1), Rode (8/3).

Quelle: RP
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