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Lokalsport
Endlich: Giants gelingt der erhoffte Befreiungsschlag

Leverkusen. Der Basketball-Zweitligist beendet die Serie von zehn Niederlagen in Folge mit einem 63:61-Sieg gegen die Heidelberg Academics. Von Sebastian Laule

Ein Blick in die Gesichter der Protagonisten sagte alles: Dennis Heinzmann, der 2,16-Hüne, der in diesem Basketball-Leben zwar kein begnadeter Freiwurfschütze mehr werden wird, dafür aber viele wichtige Rebounds angelte und harte Dunkings beisteuerte, ballte die Fäuste. Er schrie seine Freude über den ersten Sieg nach zuvor zehn Niederlagen unter das Hallendach der Smidt-Arena.

Ein paar Meter weiter stand Ricky Kreklow, der das Wurfglück an diesem Abend nicht gepachtet hatte, in der entscheidenden Phase des letzten Viertels aber omnipräsent zu sein schien, die Erleichterung ins Gesicht geschrieben - ähnlich wie bei seinem Landsmann Drew Brandon. Der seit Monaten regelrecht herbeigesehnte 63:61 (35:41)-Erfolg der Bayer Giants über die Heidelberg Academics hatte viele Gesichter. Das meinte auch Trainer Achim Kuczmann: "Eigentlich kann man heute keinen herausheben. Alle haben bis zum Umfallen gekämpft. Ich bin sicher, der Sieg gibt uns den entscheidenden Schub, um aus dem Tabellenkeller rauszukommen."

Zwar bleibt Bayer weiterhin auf einem direkten Abstiegsplatz, aber der Rückstand auf Essen beträgt nur noch zwei Punkte. Bis zum ersten Sieg nach zehn Niederlagen war wie schon zuvor gegen Gotha und Jena zittern angesagt. Im Gegensatz zu den bitteren Pleiten gegen die Topteams hatten die Riesen diesmal das bessere Ende für sich - vor allem, weil die Defensive spätestens nach der Pause in den Abwehrschlacht-Modus wechselte.

"Wir haben in der zweiten Halbzeit nur 21 Punkte zugelassen. Das ist überragend", meinte Kuczmann. So war es seiner Mannschaft möglich den zeitweise zweistelligen Rückstand im Schlussabschnitt aufzuholen. Nach 36 Minuten lagen die Giants erstmals vorne (58:57), agierten im Anschluss bei eigenem Ballbesitz aber ebenso nervös wie die Badener.

Sie versäumten es, per Korbleger oder an der Linie die Nerven ihrer rund 600 Anhänger in der Rundsporthalle zu beruhigen. Kreklow verwandelte zwar 16 Sekunden vor Schluss einen seiner Freiwürfe zum 63:61, die Academics hätten jedoch mit dem letzten Wurf die vielleicht letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt noch zerstören können. Bayers Defensive sorgte aber dafür, dass Hrvoje Kovacevic seinen Wurf daneben legte, bevor Rod Camphor den letzten Ball unter großem Jubel einnetzte. Kuczmann: "Den letzten Angriff haben wir super gestoppt. Das Glück von heute hat uns in den anderen Spielen zu oft gefehlt. Jetzt sind wir wieder voll im Geschehen."

Giants: Brandon (9), Camphor (13), Twiehoff (11), Kreklow (7), Heinzmann (10), Kuczmann (4), Hulbin (9), Legankovas.

Quelle: RP
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