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Lokalsport
Faustball: TSV jubelt, LTV frustriert - und kämpferisch

Leverkusen. Die Faustballerinnen des TSV Bayer haben den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. Leichlingen bleibt hingegen zweitklassig. Von Dorian Audersch

Es war ein hartes Stück Arbeit, doch am Ende war der Jubel groß bei den Faustballerinnen des TSV Bayer: Der Aufstieg in die Bundesliga ist geschafft. Bereits das erste Spiel gegen den Gastgeber und Ligakonkurrenten Ohligser TV sollte der Grundstein für den weiteren Verlauf des Spieltages werden. Der 3:1-Sieg (11:8/7:11/11:5/11:8) war bereits die halbe Miete.

Gegen den TSV Bardowick sollte der Sprung in die Bundesliga perfekt gemacht werden, doch Bayers Faustballerinnen ließen sich vom angriffslustigen Spiel des Teams aus der 2. Bundesliga Ost beeindrucken - und verloren 1:3 (11:8, 7:11, 11:13, 12:14) TSV Bardowick. Weil Ohligs gegen Bardowick und den TSV Essel, gewann, stand ein Aufsteiger bereits fest als die Leverkusenerinnen ihre dritte Partie gegen Essel spielten. Das Endspiel um den Aufstieg entpuppte sich als spannende Partie. Aus einem 4:9-Rückstand wurde im ersten Satz noch ein 13:11 für den TSV Bayer. Der zweite Durchgang ging hingegen verloren - 6:11. Es blieb allerdings der einzige Rückschlag beim 3:1-Sieg (13:11/6:11/11:7/11:5), der den Aufstieg perfekt machte.

"Ich bin überglücklich und stolz. Was hier in den letzten Jahren entstanden ist über den Jugendbereich hoch bis zu den Frauen, ist einzigartig. Die Mühe und der Stress haben nun die Früchte eingebracht", meinte Abteilungsleiter Michael Schneider. "Zwischendurch lagen die Nerven blank aufgrund der Schwächephasen in jedem Spiel. Dennoch muss man der Mannschaft ein großes Kompliment machen, dass sie sich davon nicht hat negativ beeinflussen lassen", fügt Sportwart Udo Mehle hinzu.

Die Männer des Leichlinger TV, die ebenfalls am Samstag um den Einzug in die Bundesliga spielten, gingen hingegen mit hängenden Köpfen aus den Play-offs. Das Spiel gegen den Ligakonkurrenten SV Moslesfehn ging 1:3 verloren (11:9/7:11/4:11/13:15) und auch gegen den Berliner TS zeigte das Team von Trainer Andreas Weber zu selten, warum es die 2. Bundesliga West gewonnen hatte. Die zweite 1:3-Niederlage (9:11/5.11/11:5/5:11) besiegelte den verpassten Aufstieg.

"Moslesfehn hat sein Heimrecht genutzt und sensationell gespielt", sagt Weber. Das sei allerdings auch der Reaktivierung von Jens Kolb, seines Zeichens ehemaliger Bundesliga-Profi, zu verdanken gewesen. "Gegen Berlin steckte uns noch das Spiel vorab in den Knochen." Die erste Enttäuschung sei aber inzwischen verarbeitet. "Es ist schade, aber nicht zu ändern. Nächstes Jahr nehmen wir einen neuen Anlauf", gibt sich Weber kämpferisch. "Wir blicken positiv nach vorne und haben weiterhin die Bundesliga fest im Visier."

Quelle: RP
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