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Lokalsport
Football: Der Traum von der 2. Liga lebt weiter

Langenfeld. Nach dem 28:26-Sieg im Regionalliga-Spitzenspiel bei den Troisdorf Jets können die Longhorns aus eigener Kraft Meister werden. Von Martin Römer

Es war ein riesiger Schritt auf dem Weg zurück in die 2. Football-Bundesliga. Nach dem 28:26 (7:14)-Erfolg beim ärgsten Verfolger Troisdorf Jets stehen die Chancen des Football-Regionalligisten Langenfeld Longhorns besser als je zuvor. Troisdorf konnten die Langenfelder durch den Erfolg abschütteln - und nun freuen sie sich auf das letzte Saisonspiel gegen Remscheid Amboss, das am Sonntag (16 Uhr) im Stadion an der Jahnstraße so etwas wie ein Finale ist.

Das Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer Langenfeld und dem Zweiten war von Anfang an das erwartet enge Spiel. Die Jets wollten ihre letzte Chance zum Aufstieg wahren und legten sehr energisch los. Gleich beim ersten eigenen Angriff schafften sie es bis in die Langenfelder Endzone - 7:0. Die Antwort der Longhorns zum 7:7 folgte im zweiten Viertel, denn Runningback René Weile gelang per Lauf der erste Touchdown für die Gäste, die auch den Zusatzversuch verwandelten. Noch vor der Pause schlug Troisdorf zurück und legte durch seinen Star-Receiver Ray Ket aus den Niederlanden wieder vor - 14:7.

Dann drohten die Gastgeber zu enteilen, nachdem ihnen das 20:7 gelungen war. Glück für Langenfeld: Den Versuch zum Extrapunkt setzten die Gastgeber daneben. Direkt mit der nächsten Angriffsserie kamen die Longhorns wieder heran, weil Florian Zuber seine Qualitäten als Pass-Empfänger unter Beweis stellte und das Leder-Ei gerade noch im Feld zu fassen bekam - 14:20.

Die Wende im Top-Duell hatte etwas Historisches. Daniel Berg besorgte schließlich für die Longhorns das 21:20 - und hat nun insgesamt 1000 Punkte für Langenfeld erzielt. "Das ist wirklich legendär und das wird es so schnell nicht wieder geben", sagte Longhorns-Headcoach Michael Hap über seinen Runningback - dem selbst die Besonderheit dieses Touchdowns zunächst nicht klar war: "Ich hatte das überhaupt nicht im Kopf, aber das ist natürlich ein schöner Nebeneffekt."

Nachdem Weile auf 28:20 erhöht hatte, waren die Langenfelder endgültig auf der Siegerstraße angekommen - und trotzdem wurde es am Ende noch einmal richtig eng. Mit ihrem letzten Angriff schafften die Jets erneut einen Touchdown und konnten auf 26:28 verkürzen. Weil ihnen nun ein einfacher Extrapunkt nicht mehr zum Erfolg gereicht hätte, versuchten sie eine Two-Point-Conversion, Dabei muss das Leder-Ei nach einem Touchdown zwingend mit nur einem einzigen Versuch erneut in die gegnerische Endzone gebracht werden.

Troisdorf hätte also ausgleichen können und wäre weiter im Titelrennen geblieben. Weil die Longhorns-Defense in diesem entscheidenden Moment aber alles abdichtete, blieb es beim 28:26. Langenfeld ist nun mit 12:6 Punkten alleine Tabellenführer vor Troisdorf (10:8), das gegenüber Langenfeld wegen des direkten Vergleichs (zwei Niederlagen) auf jeden Fall aus dem Rennen ist. Anders sieht es bei Remscheid Amboss aus (10:8), denn der Dritte entschied das Hinrunden-Duell gegen die Longhorns für sich (32:24). Über einen Erfolg in Langenfeld könnte sich der Konkurrent aus dem Bergischen demnach in letzter Sekunde an die Tabellenspitze schieben. Sollte der Spitzenreiter allerdings gewinnen oder die Partie mit einem Unentschieden enden, sind die Longhorns ganz nah dran an der Erfüllung ihres Traumes. Ob sie dann direkt aufsteigen oder doch eine Qualifikation spielen müssen, steht bisher nicht sicher fest.

Quelle: RP
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