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Lokalsport
Football: Longhorns stehen unter Druck

Langenfeld. Der Regionalligist muss nach dem 19:27 bei den Cologne Falcons morgen in Remscheid gewinnen. Von Martin Römer

Welch gravierende Folgen ein verlorenes Auftaktspiel in der American-Football-Regionalliga nach sich ziehen kann, mussten die Langenfeld Longhorns bereits in der vergangenen Saison erfahren. Damals verlor das Team von Headcoach Michael Hap am ersten Spieltag mit 19:24 gegen die Essen Assindia Cardinals, den direkten Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga. Und obwohl die Longhorns danach alle weiteren Partien gewannen, reichte es nicht für den Aufstieg. Essen gab sich ebenfalls keine weitere Blöße mehr - abgesehen vom 10:14 in der Rückrunde gegen Langenfeld. Die Cardinals hatten am Ende den direkten Vergleich knapp auf ihrer Seite.

Ein Jahr später begann die neue Saison für die Longhorns jetzt ähnlich, denn bei den als Titelfavorit gehandelten Cologne Falcons gab es ein 19:27. Ein vergleichbares Szenario wie in der Vorsaison befürchten die Longhorns diesmal allerdings nicht. Die Verantwortlichen gehen eher davon aus, dass alle sechs Teams der Regionalliga über eine Menge Potenzial verfügen. "Die Liga ist extrem ausgeglichen. Es ist vielleicht sogar die ausgeglichenste Liga in den 25 Jahren, in denen ich dabei bin", sagt Headcoach Hap, der sich von der "wahnsinnig knappen Niederlage" gegen Köln nicht aus der Ruhe bringen lässt: "Es sieht momentan nicht danach aus, dass es eine Mannschaft gibt, die durchmarschiert", findet auch Runningback Daniel Berg.

Trotzdem stehen die Longhorns morgen (15 Uhr) bei Remscheid Amboss bereits stark unter Druck. Die Remscheider starteten mit einem 13:13 gegen die Aachen Vampires und werden im Vergleich mit den Longhorns deutlich schwächer eingeschätzt. "Das muss auf jeden Fall ein Pflichtsieg werden. Wenn du oben mitspielen willst, musst du vermeintlich schwächere Gegner einfach klar schlagen", fordert Berg.

Neben dem durch den Runningback verkörperten Laufspiel muss dafür zusätzlich das Pass-Spiel funktionieren, das in den Aufgabenbereich des neuen Quarterbacks Carsten Schumacher fällt. Der vor der Saison von den Solingen Paladins gekommene Ballverteiler hinterließ bereits gute Eindrücke, obwohl die Abstimmung mit seinen neuen Teamkollegen noch nicht perfekt funktionierte. "Es ist ja normal, dass unsere Systeme mit dem neuen Quarterback nicht vollständig entwickelt sein können. Aber man konnte sehen, wie kaltblütig und routiniert Carsten agieren kann", betont Headcoach Hap. Die Kaltblütigkeit und Routine ihres Quarterbacks werden die Longhorns in den nächsten Spielen gut gebrauchen können, denn trotz der schmerzhaften Auftaktniederlage ist für sie weiter alles drin.

Quelle: RP
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