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Lokalsport
Football: Longhorns wachen zu spät auf

Langenfeld. Der Zweitliga-Aufsteiger verkürzte einen klaren Rückstand auf 19:24, zog aber am Ende in Bonn mit 19:38 den Kürzeren. Von Martin Römer

Nach dem furiosen 57:27-Auftaktsieg gegen die Paderborn Dolphins mussten die Langenfeld Longhorns am zweiten Spieltag der 2. Football-Bundesliga (GFL 2) eine erst am Ende klare 19:38 (7:24)-Niederlage bei den Bonn Gamecocks hinnehmen. "Bonn hat stark gespielt, aber wir haben auch unsere Leistung nicht abgerufen", sagte Headcoach Michael Hap, "wir hatten unsere Chancen, haben sie aber nicht genutzt." Aufsteiger Langenfeld war zwar mit viel Selbstvertrauen angereist, hatte aber auch viele Ausfälle zu beklagen. Der am Wochenende zuvor überragende Passverteidiger Yannick Hartung etwa war verletzt und Thomas Knauer, tragende Säule in der Defense, konnte ebenfalls nicht mitwirken. Außerdem fehlten Marcel Fürst, Michael Mendel und Florian Zuber.

Trotz der personelle Lücken kamen die Langenfelder gut in die Partie und gingen durch einen Touchdown von Quarterback Joey Sanchez in Führung - 7:0. Anschließend verloren die Gäste jedoch den Faden und brachten sich selbst in Bedrängnis, weil sie viele Ungenauigkeiten und Ballverluste einstreuten. Bonn nutzte das aus und zog auf 24:7 davon. "Wir standen uns ein Stück weit selbst im Weg und haben lange gebraucht, um richtig ins Spiel zu kommen", urteilte Langenfelds Kapitän Daniel Berg.

In der Pause nach dem zweiten Viertel schien Trainer Hap die richtigen Worte gefunden zu haben, denn nun gaben die Longhorns den Ton an. Den ersten Angriff der Hausherren wehrte die Defensive ab - und vorne gelang den Gästen nach einem Pass von Sanchez auf Marius Wittig der zweite Touchdown. Weil der folgende Extraversuch von Jeton Novoberdalija sein Ziel verfehlte, gab es allerdings nur sechs Punkte - 13:24. Der etatmäßige Kicker Marcel Kirchner hatte sich zuvor eine Zerrung zugezogen.

Die Longhorns waren nun voll drin im Spiel, wehrten auch den nächsten Bonner Angriff ab und kamen zu Beginn des letzten Viertels über Daniel Berg erneut in die gegnerische Endzone. Langenfeld setzte nun nicht auf einen Kick durch das Gestänge, sondern versuchte eine Two-Point-Conversion. Dabei muss die angreifende Mannschaft das Leder-Ei nach einem Touchdown von der Zwei-Yard-Marke aus in einem Versuch erneut in die Endzone bringen. Weil diese Strategie nicht funktionierte, bleib es bei den sechs Touchdown-Punkten für die Longhorns - 19:24.

Trotzdem hatte Langenfeld plötzlich wieder ganz gute Aussichten auf eine Wende. Unglücklich: Nach einem langen Schlag der Bonner flutschte der Langenfelder Verteidigung das Spielgerät kurz vor der eigenen Endzone aus den Händen. Die Gamecoks nutzten die gute Feldposition und machten den Sack mit dem Touchdown zum 31:19 zu.

Weil sich das vierte Viertel bereits seinem Ende entgegenneigte, mussten die Longhorns alles riskieren und sie hatten bei einem langen Pass kein Glück. Die Bonner Abwehr fing das Spielgerät ab und markierte auf der anderen Seite einen Touchdown zum 38:19-Endstand.

Quelle: RP
 
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