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Lokalsport
Fußballerinnen sagen der Bundesliga Adieu

Leverkusen. Mit einem Heimspiel gegen Freiburg verabschieden sich Bayers Frauen aus dem Oberhaus. Von Tobias Krell

Die Fußballerinnen von Bayer 04 werden auch diesmal ihr letztes Heimspiel der Saison für die Verabschiedung scheidender Spielerinnen nutzen. War das bisher meist nur ein kurzer Einschub, wächst sich das Adieu bei der Partie morgen gegen den SC Freiburg am Jugendleistungszentrum Kurtekotten (14 Uhr) zu einem veritablen Programmpunkt aus. Denn nachdem der Klassenerhalt bereits endgültig verpasst wurde, kam in die Kaderplanung reichlich Dynamik. Das führt dazu, dass mindestens zehn Spielerinnen verabschiedet werden.

Nach Rebecca Knaak (zum SC Freiburg), Turid Knaak und Ramona Petzelberger (beide zur SGS Essen), haben sich auch Rachel Rinast (Ziel unbekannt) und Jil Ludwig (TSV Jahn Calden) entschieden, den Verein zu verlassen. Nicht einplanen kann Trainerin Verena Hagedorn für die Mission "Wiederaufstieg" auch Ersatzkeeperin Leonie Doege, die es zum Studium ins amerikanische Indianapolis zieht - und ein Quartett von Spielerinnen, das die Fußballschuhe an den Nagel hängt.

Während sich die Auswirkungen des Karriereendes von Lena Schrum in Grenzen halten, ist gleich dreimal Abschiedsschmerz in hoher Dosis programmiert. Bayers Abwehrchefin, die Olympiasiegerin sowie Welt- und Europameisterin Annike Krahn, beendet ihre beeindruckende Laufbahn, zu deren Abschluss sie sich nicht zu fein war für zwei Jahre Abstiegskampf.

Deutlich länger waren Francesca Weber und Lisa Schwab unter dem Bayer-Kreuz aktiv. Mit ihnen gehen just zum Neuaufbau in Liga zwei die letzten Spielerinnen aus dem Kader, dem 2010 der Aufstieg ins Oberhaus gelang. "Ich hatte eine tolle Zeit bei Bayer 04. Darum ist mir meine Entscheidung aufzuhören sehr schwer gefallen", betonte die Ex-Spielführerin Weber (2010 bis 2012), die sich jetzt ganz auf die Arbeit als Lehrerin konzentrieren möchte. Auch bei Schwab liegt der Fokus künftig auf der Arbeit. Den Ausschlag für das Karriereende gab aber die Gesundheit. "Ich trainiere und spiele seit drei Jahren im Prinzip immer mit Schmerzen. Zuletzt nahmen die Beschwerden auch im Alltag zu. So konnte es nicht weitergehen", sagte die Angreiferin.

Gute Nachrichten für die Kaderplanung sind in diesen Tag eher rar gesät. Nach Anna Klink, Merle Barth und Jessica Wich hat inzwischen auch Laura Widak ihren Vertrag in Leverkusen verlängert. Verena Hagedorn bemüht sich nach Kräften, noch mehr Spielerinnen zum Bleiben bewegen zu können, was sicher nicht einfacher dadurch wird, dass der Nachbar 1. FC Köln wohl in die erste Liga aufsteigt.

Quelle: RP
 
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