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Lokalsport
Ganz bitter: Volleyball-Frauen führen klar - und verlieren doch

Langenfeld. Michael Wernitz hatte es geahnt. Der Coach der SG Langenfeld (SGL) befürchtete bereits vor der Partie in der 3. Liga West, dass der praktisch bereits als Absteiger feststehende Gegner SV Wietmarschen trotz seiner aussichtslosen Situation die Flinte nicht ins Korne werfen würde. Und er sollte Recht behalten. Wietmarschen lieferte den Gästen einen Volleyball-Fight, an dessen Ende eine für die SGL schmerzhafte Pleite stand - 2:3 (25:19, 19:25, 25:18, 25:27, 12:15). "Das ist eine total bittere Niederlage", meinte Wernitz. Von Moritz Löhr

Ein Blick auf den vierten Satz reichte, um das Urteil des Trainers nachvollziehen zu können. Mit zwei gewonnen Sätzen im Rücken lag die SGL hier bereits mit 22:16 vorn - und musste jetzt nur noch drei weitere Punkte erzielen, um die Angelegenheit endgültig für sich zu entscheiden. Doch dazu kam es nicht, weil Wietmarschen anschließend eine bemerkenswerte Aufholjagd hinlegte. Die Gäste gewannen den Satz letztlich mit 27:25, glichen zum 2:2 aus und eröffneten eine spannende Endphase.

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Vorteile längst beim gastgebenden Tabellenletzten der 3. Liga. Der SGL unterliefen im fünften Durchgang zahlreiche "blöde Fehler" (Wernitz), die aber nur als eine Teil-Ursache für die spätere Niederlage herhalten konnten. Aus der Hand gegeben hatten die Langenfelderinnen die abwechslungsreiche Partie bereits am Ende des vierten Satzes.

Genau das war bis zur Wende nicht unbedingt zu erwarten, denn Wernitz' Team bot insgesamt eine ordentliche Vorstellung. "Wir haben den ersten Satz klar dominiert und vor allem von unseren guten Aufschlägen und dem starken Abwehrverhalten profitiert", meinte der Langenfelder Coach. Nach dem schwächeren und unkonzentrierter geführten zweiten Abschnitt fing sich die SGL wieder. "Danach ging ein Ruck durch die Mannschaft. Es war alles da, was wir brauchten", urteilte Wernitz. Der gewonnene dritte Satz bestätigte diesen Eindruck.

Dass die Leistung dann im vierten Abschnitt derart einbrach, war frustrierend. Trotzdem wollte der Trainer nicht den Stab über seine Spielerinnen brechen. "Wietmarschen hat das einfach gut gemacht", fand Wernitz, "ich bin nicht böse. Die Mädchen funktionieren nicht auf Knopfdruck."

In der Tabelle kletterte Langenfeld sogar um eine Position, weil die GfL Hannover (17 Punkte) gegen den SC Langenhagen leer ausging (1:3). Die SGL liegt jetzt nach 13 von 18 Spieltagen mit 18 Zählern auf Rang sechs und hat im Kampf um den Klassenerhalt alles selbst in der Hand. Am Sonntag (16 Uhr) folgt die Aufgabe beim Fünften SC Langenhagen (24 Punkte).

SG Langenfeld: Steinacker, Althaus, Kiss, Zandt, Tillmann, Eisler, Dechow, Nahrstedt, Aurbach, Dietrich, Dietzsch, Tänzler.

Quelle: RP
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