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Gegen den Spitzenreiter reißt die Heimserie

Handball: Gegen den Spitzenreiter reißt die Heimserie
Der Langenfelder Tim Menzlaff traf letztlich am besten gegen die kompakte Abwehr des Tabellenführers. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Die Handballer der SG Langenfeld sind im Duell der 3. Liga gegen den dominanten VfL Eintracht Hagen ohne echte Chance. Von Fabian Schmitt

Natürlich tun Niederlagen immer weh, doch bisweilen ist der Schmerz trotzdem vergleichsweise gering. Wenn der Gegner einfach zu viel Qualität hat, ist die Chance auf etwas Zählbares marginal. Das stellten jetzt auch die Drittliga-Handballer der SG Langenfeld (SGL) fest, denn sie zogen gegen den immens starken VfL Eintracht Hagen verdient mit 23:30 (11:16) den Kürzeren. Dabei lieferte die Mannschaft von Trainer Dennis Werkmeister auch gegen den Spitzenreiter der 3. Liga einen großen Kampf ab, doch die Hagener ließen sich davon nur wenig beeindrucken.

"Grundsätzlich sind wir mit dem Spiel zufrieden, weil wir immer am Gegner dran waren", erklärte Werkmeister. "Insgesamt bin ich der Meinung, dass wir uns in der eigenen Halle wieder teuer verkauft haben. Im Endeffekt müssen wir aber auch fair anerkennen, dass der Sieg für Hagen absolut verdient ist." In den vergangenen rund zwei Jahren verlor die SGL kein Heimspiel mehr in der Halle des Konrad-Adenauer-Gymnasiums. Dass die beeindruckende Serie irgendwann reißen würde, ist keine große Überraschung. "Wir wussten ja schon vorher, dass die Serie in dieser Saison beendet werden würde. Von zehn Spielen gegen so starke Gegner holt man ja nur ein einziges Mal ein Unentschieden oder sogar einen Sieg. Ansonsten hat man einfach keine Chance, weil diese Teams für uns zu gut sind. Vielleicht schaffen wir es jetzt aber, wieder eine neue Heimserie aufzubauen", sagte der Langenfelder Chef-Organisator Uwe Stolley mit einem Schmunzeln.

Die etwa 300 Fans in der eigenen Halle waren ohnehin nicht besonders enttäuscht über die Niederlage und das Ende der Serie. Während des Spiels feuerten sie ihre Mannschaft erneut pausenlos an, um zusätzliche Kräfte zu mobilisieren. Die Langenfelder kämpften so gut wie immer und nach der Partie bedankten sie sich bei ihren Anhängern. "Wir haben ja auch eine sehr gute Vorstellung gegen einen großen Aufstiegsfavoriten gezeigt", meinte Stolley. "Unsere eigenen Zuschauer waren mit dem Spiel auch zufrieden. Weil auch die Hagener ein nettes Publikum mitgebracht haben, war es insgesamt ein netter Abend."

Die SGL trat von Beginn an sehr engagiert auf, sodass sie das Spiel zunächst noch recht offen halten konnte. So glich der stark aufspielende Rückraumakteur Tim Menzlaff zum 3:3 (9.) aus und steuerte später noch sechs weitere Treffer bei. Anschließend beherrschten die Gäste aber immer mehr das Duell und sie konnten sich allmählich einen kleinen Vorsprung erarbeiten - 3:5 (10.). Deshalb stellten die Langenfelder ihr Spiel auf eine defensive Deckung um, weil sie wieder mehr Zugriff bekommen wollten. "Wir haben etwas verändert, um den Gegner vor neue Aufgaben zu stellen", erklärte Werkmeister. "Die Hagener hatten aber wieder eine breite Bank und wurden nie richtig müde." Besonders bitter für die SGL: Rechtsaußen Max Adams und Rückraumspieler Mirko Stolley verletzten sich bereits beim Aufwärmen vor der Partie.

Danach kontrollierten die Hagener weiterhin das Geschehen, lagen mit 15:10 (27.) vorne. Weil die Hausherren auch in der zweiten Halbzeit diszipliniert auftraten, aber zuweilen die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor vermissen ließen, sollte es keine Überraschung mehr geben. "Ich habe eine extreme Leistungssteigerung meiner Mannschaft gegenüber dem letzten Spiel in Dormagen gesehen", stellte Werkmeister fest, dessen Team mit 3:11 Punkten den 13. Platz belegt. Jetzt sollte die SGL ihre gute Form halten, um weiterhin im Kampf um den Klassenerhalt konkurrenzfähig zu sein.

SG Langenfeld: Joest, Riebau, Geske - Thöne (3), Heider (6), Wolter (2), Preissegger (1), Klimke, Herff (2), Stolley, Eich (1), Bölken (1), Menzlaff (7), Nelte.

Quelle: RP
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