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Geschwächte Handballer drehen stark auf

Lokalsport: Geschwächte Handballer drehen stark auf
Die pure Entschlossenheit: Maurice Meurer (rechts) und Kreisläufer Mats Heyde (links) erzielten zusammen acht Tore für Langenfeld. FOTO: Ralph Matzerath (ARCHIV)
Langenfeld. Der Regionalligist musste bei der DJK Adler Königshof gleich sechs Spieler ersetzen, gewann aber am Ende mit 26:25. Von Moritz Löhr

Schon der Blick auf den Spielberichtsbogen lässt ein hartes Stück Arbeit vermuten. Und genau das war es ja auch. "Die Mannschaft hat ein großes Kompliment verdient", sagte Trainer Jurek Tomasik, der stolz und glücklich zugleich war nach dem Auftritt des Handball-Regionalligisten SG Langenfeld (SGL). Der ehemalige Drittligist fuhr mit dem 26:25 (15:15) bei der DJK Adler Königshof im siebten Spiel den achten Sieg ein - was alleine bereits sehr beachtlich ist. Außerdem zeigte Langenfeld eine große Moral, denn der Tabellenzweite (14:2 Punkte) lief im Grunde in der kompletten Partie einem Rückstand hinterher und sorgte erst auf der Zielgeraden noch für die Wende.

Neben den drei Langzeitverletzten Mirko Stolley, Steffen Hambrock und Henrik Heider fehlten in Krefeld auch Philipp Wolter (Schulter), Jan Schirweit (Knie) und Spielmacher André Eich (berufliche Gründe). "Es war praktisch nur ein Rest der Mannschaft übrig", sagte Tomasik, der sich bei aller Zufriedenheit gleichzeitig ehrlich zeigte: "Am Ende hatten wir sicher auch ein Quäntchen Glück."

In Christian Majeres, der vor wenigen Tagen von einer Amerika-Reise zurückgekehrt war, rückte für den Rückraum ein Spieler aus zweiten Mannschaft als Verstärkung auf. "Er hat es sehr gut gemacht", lobte sein Trainer. Noch mehr Lob hatte der frühere polnische Nationalspieler für Max Adams auf Lager. Der Rechtsaußen verwandelte in der Schlussphase sicher zwei Siebenmeter. Derartige Treffer sind eigentlich nicht außergewöhnlich, doch Adams stand ziemlich unter Druck. Weil seine Teamkollegen André Boelken, Maurice Meurer und Mats Heyde zuvor bei mehreren Versichen gescheitert waren, lag großer Druck auf ihm.

"Er hat die Nerven behalten. Das war enorm wichtig für die Mannschaft", fand Tomasik. Adams' erster Treffer führte nach dem 19:23-Rückstand (45.) zum 23:23-Ausgleich (50.), das zweite Tor bedeutete kurz vor Schluss das 25:24 (56.) und damit die erste Langenfelder Führung in der zweiten Hälfte. Königshof glich zwar zum 25:25 aus (58.), doch Vinzenz Preissegger (58.) antwortete mit dem 26:25 (58.). Anschließend rettete die SGL den knappen Vorsprung über die Zeit.

"Zum Schluss gab es zwei, drei Situationen, in denen wir nach Krefelder Fehlwürfen oder Ballverlusten schnell in die Gegenstöße kamen. Das hat den Ausschlag gegeben", analysierte der SGL-Coach. Außerdem hob er einen weiteren Spieler seines Teams besonders hervor. Torwart Fabian Bremer, der in der 15. Minute für den Kollegen Alexander Riebau zwischen die Pfosten gerückt war, parierte viele Bälle. Tomasik: "Er hat ein Riesenspiel gemacht. Er hat bewiesen, dass er absolut die Fähigkeit besitzt, in dieser Liga mitzuhalten."

Lediglich bei der HSG Neuss/Düsseldorf II (23:26) gingen die Langenfelder am vierten Spieltag in dieser Saison als Verlierer vom Feld, sodass das Konto des Tabellenzweiten nun bei glänzenden 14:2 Punkten steht. Am kommenden Samstag (19 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) empfängt die SGL den Siebten HC Wölfe Nordrhein (8:8 Zähler). Sicher ist bereits, dass Regisseur Eich weiter fehlen wird. Seine beruflichen Verpflichtungen halten ihn für drei Wochen vom Langenfelder Handball fern.

SG Langenfeld: Riebau, Bremer (1) - Majeres (2), Preissegger (4), Heyde (2), Adams (3/2), Korbmacher (2), Mergner (1), Boelken (5/1), Meurer (6).

Quelle: RP
 
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