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Lokalsport
Gesucht: der "Stadtmeister" in der Basketball-Oberliga

Leverkusen. Nadine Homann wird wohl keine richtige Derby-Trainerin mehr werden: "Mir ist es völlig egal, wie unser Gegner heißt. Auch die Mannschaft achtet nicht auf Namen, wir wollen schließlich immer gewinnen", sagt sie.

Morgen dürfte dennoch ein Schuss mehr Emotion im Spiel sein, immerhin geht es darum, wer nach den Giants die Nummer eins in der Stadt ist. In der Oberliga bewerben sich mit Fast-Break, TuS 82 Opladen und der Reserve der Giants gleich drei Teams um die inoffizielle Stadtmeisterschaft hinter dem Basketball-Zweitligisten. Die beiden Letztgenannten treffen morgen aufeinander (Herbert-Grünewald-Halle, 18 Uhr). Für Homann auch ein kleiner Trip in die Vergangenheit, immerhin arbeitete sie lange erfolgreich im Nachwuchsbereich der Giants. Die 82er gehen selbstbewusst an die Sache heran. Auch wenn die spielerische Leistung beim jüngsten Erfolg über Königsdorf eher bescheiden ausfiel, war es "ein Erfolg der Moral", sagt die Trainerin. Neben den Führungsqualitäten des zuletzt konstant starken Olegas Legankovas sorgt zudem eine sich entspannende Personallage für Zuversicht. "Gegen Bayer werden wir nach langer Zeit mal wieder fast in Bestbesetzung antreten", kündigt Homann an.

Dominik Schu, Lennart Rehm und Osman Öztürk kehren in den Kader zurück, zudem soll der 20-jährige Max Schwarzkopf, der Ende Oktober aus Marburg kam, sein Debüt geben. Im Erfolgsfall können die 82er in die obere Tabellenhälfte vorstoßen. Wenig überraschend, wollen die Giants das verhindern. Nach zuletzt zwei Siegen gegen Haaren und Hürth hat sich das Team von Jacques Schneider auf Platz vier vorgeschoben und führt damit den Rest der Liga hinter dem ungeschlagenen Spitzentrio aus Aachen und Zülpich an. Der Coach setzt nicht nur gegen Opladen auf die Schubwirkung des Erfolges in Hürth: "Wir müssen dahin kommen, dass wir - egal gegen wen - konstant unsere Leistung abrufen. Wichtig ist, dass auch die jüngeren Spieler merken, dass sie in der Liga mithalten können. Wenn wir diese Euphorie kompensieren, können wir jeden Gegner schlagen", sagt Schneider.

Fast-Break kann sich sogar selbst schlagen. Weil der zuletzt in Neunkirchen erstmals eingesetzte Alex Breuer nicht hätte spielen dürfen, wurde die Partie nachträglich mit 20:0 für den Gegner gewertet. Statt dem vierten Sieg in Folge und Platz fünf herrscht jetzt also wieder graue Mittelfeld-Tristesse in Steinbüchel. "Diese Situation ist extrem bitter, jetzt ist der Zug nach oben wirklich abgefahren. Wir werden intern über neue Ziele sprechen", kündigt Thomas Pimperl an. Die Umsetzung derer beginnt morgen (Sporthalle Steinbüchel-West) mit der Partie gegen den Tabellenzehnten Südwest 2.

(sl)
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