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Lokalsport
Giants bleiben trotz Niederlage optimistisch

Leverkusen. Der Doppelspieltag brachte einen Sieg gegen Rhöndorf und eine deutliche Niederlage in Hamburg. Coach Achim Kuczmann sieht sein abstiegsbedrohtes Team in einer "verbesserten Lage". Von Sebastian Laule

Letzten Endes überwiegt nach dem Doppelspieltag in der 2. Basketball-Bundesliga für die Bayer Giants das Positive. Durch den 93:70 (48:33)-Erfolg gegen Rhöndorf haben die Riesen vom Rhein zumindest nach Punkten auf den angestrebten 14. Tabellenplatz aufgeschlossen, den derzeit noch Essen belegt. Letztere erwarten die Leverkusener am 11. März zum direkten Duell.

Zusammen mit dem Sieg gegen Heidelberg aus der Vorwoche senden die Giants also ein deutliches Lebenszeichen im Abstiegskampf, nachdem es davor wochenlang nur Pleiten gehagelt hatte. Gestern bekam der zarte Aufwärtstrend indes einen kräftigen Dämpfer verpasst. Es war ohnehin äußerst zweifelhaft, dass Bayer nach bereits zwölf Niederlagen in fremden Hallen ausgerechnet bei den heimstarken Hamburg Towers der erste Auswärtssieg gelingen würde.

Dennoch war das deutliche Ergebnis in der Hansestadt mit 68:96 (42:32) überraschend. Nur gegen Gotha hatten die Giants bisher so viele Treffer hinnehmen müssen. "Hamburg hatte gegen uns rundrum einen super Tag. Sie haben vorne fast alles getroffen und auch insgesamt ziemlich wenig Fehler gemacht", fasste Achim Kuczmann das aus Leverkusener Sicht eher deprimierende Spielgeschehen zusammen.

Abgesehen vom ersten Viertel (15:17) bekam sein Team kaum Zugriff auf das Spiel, hielt die Partie bis zur Pause aber zumindest in Teilen offen. Doch schon in der Mitte des dritten Viertels war die Sache entschieden. "In der zweiten Halbzeit hat Hamburg durchgängig gezeigt, über welche Klasse sie verfügen. Man muss ehrlich sagen, dass wir heute einfach keine Chance hatten, sie zu stoppen", meinte der Giants-Coach.

Allerdings konnte auch die eigene Offensive nicht an das Niveau vom Rhöndorf-Spiel anknüpfen. Waren die 93 Punkte gegen die Dragons noch eine Saisonbestmarke, erreichte bei den Nordlichtern eigentlich nur Ricky Kreklow seine Topform. Kuczmann: "Er hat ein klasse Spiel gemacht - nicht nur wegen seiner Punkte." Der Rest lief hingegen seiner Form hinterher und auch bei den Rebounds (32:42) wirkten die Riesen oft einen Schritt zu langsam - mental wie physisch.

Mit Blick auf das nächste "Abstiegsendspiel gegen Paderborn am kommenden Sonntag entschied sich der Leverkusener Trainer schon früh dazu, einige Stammspieler zu schonen und dafür den Jüngeren die Chance zu geben, sich als Alternative aufzudrängen. Dabei wusste erneut Daniel Merkens zu gefallen, "Klar hatten wir uns das nach den zwei Siegen auch in Hamburg anders vorgestellt, aber heute war für uns schlicht nicht mehr drin. Wir müssen das jetzt so schnell es geht abhaken und optimistisch nach vorne schauen." Letztlich, so der Trainer weiter, stehe unter dem Strich ein Sieg am Wochenende. Nun sei die Lage für seine Mannschaft deutlich verbessert.

Giants: Brandon (6), Camphor (4), Twiehoff (12), Kreklow (19), Heinzmann (7), Zraychenko (2), Kuczmann (5), Merkens (6), Hulbin (7), Legankovas.

Quelle: RP
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