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Lokalsport
Giants gegen die beste Offensive der Liga

Leverkusen. Gegen Rasta Vechta ist das Team von Trainer Achim Kuczmann heute klarer Außenseiter. Von Sebastian Laule

Die Rollen sind klar verteilt: Favorit gegen Außenseiter, groß gegen klein, arm gegen reich oder um den eigentlich längst überstrapazierten biblischen Vergleich zu bemühen - David gegen Goliath. Trainer des vermeintlich unterlegenen Teams bezeichnen diese Art von Duell gerne als "Nichts-zu-verlieren-Spiele". Achim Kuczmann jedenfalls dürfte recht haben, wenn er vor dem heutigen Spiel bei Rasta Vechta sagt, seine Mannschaft, gerade erst aus einer vier Spieltage andauernden Negativspirale entkommen, müsse seine Punkte nicht gegen die zweitbeste Mannschaft der zweiten Liga holen.

"Das ist mit Sicherheit das Beste, was die ProA dieses Jahr zu bieten hat, wir versuchen da natürlich mitzuhalten, aber das wird wirklich extrem schwer", schwärmt der Bayer-Coach. Ohnehin gilt Kuczmann, selbst wenn es gegen potenziell kleinere Mannschaften geht, als Mann der leisen Töne. Dennoch haben die Giants bei den Niedersachsen und eine Woche später gegen den Tabellenführer Jena (ebenfalls auswärts) etwas zu verlieren, nämlich den Anschluss an die gerade erst wieder erreichte Nicht-Abstiegszone.

Mit dem Sieg gegen Hanau hat sich Bayer vergangene Woche an den White Wings wegen des direkten Vergleichs vorbeigeschoben, angesichts der Schwere der nächsten beiden Aufgaben ist die neue Ausgangslage aber keineswegs beruhigend. Für leichten Optimismus sorgt dann schon eher die Art des Auftritts beim jüngsten Erfolg über die Hessen nach Verlängerung. Die Giants überzeugten nach dem Tiefpunkt gegen Rhöndorf zwar nur teilweise spielerisch, dafür aber mental. Ob dieser eine Sieg bereits der erhoffte Befreiungsschlag war, da bleibt Kuczmann vorsichtig: "Klar können wir jetzt erstmal ein Stück weit durchatmen und natürlich gibt so ein Spiel immensen Auftrieb, aber damit alleine wird es gegen Vechta nicht reichen."

Gegen die beste Offensive der Liga (82 Punkte im Schnitt) mit gleich fünf Nord-Amerikanern muss sein Team vor allem in der Verteidigung noch mal deutlich zulegen. Gegen Hanau gelang das eine Halbzeit und in der Overtime sehr gut, dazwischen lag aber auch wieder viel Unsicherheit. Gegen Vechta, mit 27,3 Jahren eines der erfahrensten Teams, wird sowas noch gnadenloser bestraft. Viel hängt deshalb auch wieder von der ordnenden Hand von Drew Brandon ab. Der 24-Jährige war gegen Hanau absoluter Fixpunkt im Giants-Spiel, glänzte gleichermaßen als Vorlagengeber und Vollstrecker. Für Kuczmann war die Leistung seines Spielmachers keine Eintagsfliege: "Wir sehen alle im Training oft genug, zu was er fähig ist, sein Spiel lebt davon, dass auch seine Mitspieler auf seine Aktionen eingehen, sonst neigt er manchmal dazu zu viel alleine zu versuchen, gegen Hanau war er überragend, aber er hat ohne Zweifel die Qualität, das auch gegen Vechta zu wiederholen."

Quelle: RP
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