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Lokalsport
Giants-Sensation bleibt aus

Leverkusen. Trotz einer starken Leistung und einer langen Führung unterlag der Basketball-Zweitligist zum neunten Mal in Folge. 77:79 hieß es gegen Primus Jena. Von Sebastian Laule

Bitter, bitterer, Bayer Giants: Wer von den rund 1600 Zuschauern am Samstag in der Rundsporthalle gedacht hatte, nach dem Zustandekommen des unglücklichen 63:66 gegen Gotha könnte es nicht mehr schlimmer kommen, sah sich getäuscht. Gegen den souveränen Tabellenführer der ProA, Science City Jena, lieferten die Riesen vom Rhein einen grandiosen Auftritt, lagen nahezu das gesamte Spiel wenn auch knapp in Führung, bis das Ergebnis 20 Sekunden vor Schluss noch kippte.

Achim Kuczmann schwankte nach dem 77:79 (35:31) dementsprechend zwischen unbändigem Stolz und totaler Frustration: "Das war zweifellos mit Abstand das beste Spiel der Saison. Wir haben eigentlich alles richtig gemacht und die stärkste Mannschaft der Liga phasenweise dominiert, doch mit diesem Ergebnis ist die Frustration bei den Jungs jetzt natürlich noch größer als vergangene Woche. Zu sagen, es ist bitter, beschreibt unsere Gefühlslage nicht mal im Ansatz."

Die beiden fehlenden Zähler zum Glück verlor seine Mannschaft in den letzten Aktionen des Spiels. Bis dahin hatten die Giants, berauscht von der fantastischen Atmosphäre in der Halle durch reichlich Unterstützung aus dem Bayer-04-Fußballlager, zu keinem Zeitpunkt wie ein Tabellenvorletzter mit der Bürde von acht Niederlagen in Serie gespielt: Kurz vor dem Ende des dritten Viertels führten die Riesen gar mit neun Punkten (61:52). Kuczmann: "Gegen Gotha war es schon ein Riesenspiel. Aber wir wussten, gegen Jena müssen wir noch mal zulegen - und die Mannschaft hat es super umgesetzt."

Am Ende war aber auch "super" gegen den Primus zu wenig. Wie schon im Hinspiel (72:77) war es eine verhängnisvolle Mischung aus den eigenen Nerven sowie der individuellen Erfahrung und Qualität des Gegners, die Bayer die beiden Punkte kostete. Der Leverkusener Trainer erkannte dies: "Grünheid, Bernard und McElroy - das sind Jungs, die alle schon in der Bundesliga gespielt haben. Wenn es hart auf hart kommt, machen eben solche Spieler den Unterschied aus."

Die beiden US-Boys besorgten die letzten neun Punkte für die Gäste. Nach Wayne Bernards Treffer zum 77:79 nahm Kuczmann 20 Sekunden vor Schluss seine letzte Auszeit, für den einen verbleibenden Angriff kam Ricky Kreklow ins Spiel, doch der US-Boy vergab mit dem Buzzer von der Dreierlinie die Sensation. "Für solche Momente fehlt uns einfach das Glück", resümierte Kuczmann.

Giants: Brandon (15), Camphor (26), Legankovas (6), Kreklow (7), Heinzmann (6), Kuczman (3), Hulbin (14), Merkens.

Quelle: RP
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