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Lokalsport
Glänzendes Finale: Kart-Talent Jakob Bergmeister ist Meister

Langenfeld. Der elf Jahre alte Langenfelder schob sich bei den drei letzten Rennen noch auf Platz eins in der Serie SAKC. Auch im ADAC Kart Cup liegt er in Führung. Von Michael Deutzmann

Siege tun immer gut und auch Titel sind nicht verkehrt. Das gilt erst recht für einen, der den Nachnamen Bergmeister trägt und im Motorsport unterwegs ist. Für Kart-Talent Jakob Bergmeister, der in der vierten Generation nach Ur-Großvater Wilhelm und Opa Willi sowie Vater Tim und Onkel Jörg die Familientradition fortsetzt, scheint die Saison 2016 sogar ein besonders erfolgreiches Ende zu nehmen. Während die erste Serie in Italien als Werksfahrer des Teams DR Racing sehr aufwendig und vor allem für einen Lernprozess gut war, dreht der Elfjährige auf der Zielgeraden der nationalen Wettbewerbe noch einmal richtig auf. In Wackersdorf ging jetzt der Süddeutsche ADAC-Kart-Cup (SAKC) zu Ende - und Bergmeister konnte die drei Rennen nutzen, um sich im Kampf um die Meisterschaft in der Bambini-Klasse ganz nach vorne zu schieben.

Nach Rang acht aus dem freien Training setzte sich der Langenfelder im Qualifying (Zeittraining) vor seinem Dauer-Rivalen Paul Enders (Salmtal) an die Spitze des Feldes. Das erste und das zweite Rennen entschied Bergmeister dann jeweils zu seinen Gunsten, während er im dritten als Dritter die Zielflagge sah. Damit hatte er 56 Punkte gesammelt - mehr als der Tageszweite Pablo Kramer (47) und der Achte Paul Enders (33), der die Meisterschaft bis dahin angeführt hatte. Im ersten Teil der Saison mit den Stationen Wackersdorf (April) und Bopfingen (Mai) erzielte Enders die besseren Resultate, ehe Bergmeister in Ampfing (Mai) und Liedolsheim (Juni) alle Rennen zu seinen Gunsten entschied und Enders in Gerolzhofen (Juli) konterte.

Nach dem letzten Rennen in Wackersdorf war dann die Zeit der Mathematiker gekommen, um nachzurechnen und unter anderem die Streich-Resultate zu berücksichtigen (jeweils zwei pro Fahrer). Dann stand das End-Ergebnis fest: Bergmeister 258 Punkte, Enders 251. Alle anderen Konkurrenten hatten mit dem Ausgang der Gesamtwertung nicht viel zu tun. Vater Tim Bergmeister, der es gerade rechtzeitig aus Korea (Tests für sein Team Atlas BX Racing) zurück nach Deutschland geschafft hatte, war begeistert: "Jakob ist echt super gefahren."

Das starke Ergebnis von Wackersdorf wirkte sich auch positiv für eine andere Serie aus, denn das SAKC-Finale war einer von fünf Terminen des ADAC-Kart-Cups - einer gemeinsamen Wertung der vier Kart-Regionalserien. Hinzu kommt als krönender Jahres-Höhepunkt der Bundes-Endlauf am 8./9. Oktober in Kerpen. Stand der Dinge vor dem Finale: Bergmeister baute seine Führung aus, denn nun liegt er mit 162 Zählern klarer vor Lukas De Giuli (Griesingen/135), Enders (125) und Nico Hantke (Hürth/108). Siege tun eben immer gut und auch Titel sind nicht verkehrt.

Quelle: RP
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