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Lokalsport
Göppingen zu frisch für fehlerhafte Elfen

Leverkusen. Das 27:30 gegen eines der Überraschungsteams der Handball-Bundesliga beendet das Zwischenhoch.

Der kleine Höhenflug der Elfen fand am Fuß der Schwäbischen Alb vorerst ein Ende. Bayers Handballerinnen mussten sich nach zuletzt drei Siegen in Folge (in der Liga und im Pokal) nun dem Überraschungsvierten Frisch Auf Göppingen geschlagen geben. Beim 27:30 (14:17) scheiterte das Team von Renate Wolf zum Ärger der Trainerin weniger an der Klasse des Gegners, als an den eigenen Unzulänglichkeiten. "Das waren viel zu viele Fehler heute", kritisierte sie.

Dabei lief es in der Defensive, die Wolf als Schlüssel zum Sieg ausgemacht hatte, nach leichten Startschwierigkeiten eigentlich ganz gut. "Da haben wir uns gut reingekämpft", sagte sie. Dass es den Leverkusenerinnen dennoch nicht gelang, den Gastgeberinnen ernsthaft gefährlich zu werden, lag an der hohen Zahl technischer Fehler und der schlechten Trefferquote. Das Dilemma brachte die Trainerin treffend auf den Punkt: "Es bringt nichts, wenn du hinten gut deckst und dann vorne die Chancen nicht nutzt."

So schafften es die Elfen zwar mehrfach, mit guten Passagen den Rückstand von fünf oder vier Treffern bis auf zwei zu verkürzen. Aber just dann, wenn die Partie zu ihren Gunsten hätte kippen können, lief wieder wenig bis nichts zusammen. Zusätzliches Handicap waren die Außenpositionen, von denen in 60 Minuten nicht ein einziger Treffer gelang - was das ohnehin hakende Angriffsspiel noch vorhersagbarer machte.

Lichtblicke gab es in Göppingen trotz der Pleite. Die junge Mia Zschocke etwa verdiente sich ein Extralob. Sie verwandelte alle drei Siebenmeter und kam auf vier Treffer aus dem Spiel. So hielt das Talent ihr Team gerade kurz vor und nach der Pause im Rennen und empfahl sich nachdrücklich für weitere Einsatzzeiten.

Eine schöne Geschichte war auch das Comeback von Anne Jochin. Ihren Stempel vermochte die Spielmacherin der Partie zwar nicht aufzudrücken. Die ersten Spielminuten nach langer Zwangspause waren aber Balsam für die Seele der erfahrenen Elfe - und nähren die Hoffnung auf bessere Tage für sie und ihr Team.

Am kommenden Wochenende wird die Aufgabe nicht einfacher. Im DHB-Pokal empfangen die Leverkusenerinnen die "TuSies" aus Metzingen und damit den in dieser Meisterschaftsrunde noch verlustpunktfreien Vize-Meister und EHF-Pokal-Finalisten mit teurem Starensemble. Zu dem gehören bekanntermaßen auch die beiden Ex-Elfen und Nationalspielerinnen Anna Loerper und Marlene Zapf.

Elfen: Zec, Fehr - Bijan (n.e.), Jurgutyte (2), Seidel (1), Braun (n.e.), Zschocke (4/3), Potocki (4), Bruggeman, Adams (1), Karolius (2), Berndt (3), Jochin, Janouskova, Schilk, Rode (10/4).

(kre)
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