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Lokalsport
Hallenturnier auf Gut Blee: Sieg im Großen Preis geht nach Borken

Monheim. Hendrik Dowe macht mit Con Touch alles richtig - obwohl er nicht die beste Zeit hat. Der Langenfelder Jeldrik Krüger verpasst das Stechen ganz knapp. Von Dominique Schroller

Die schnellste Runde ritt Hendrik Dowe nicht - und trotzdem führte der Borkener mit seiner Stute Con Touch die Ehrenrunde an. Das Paar war beim Reitturnier auf Gut Blee im Stechen um den Sieg im Großen Preis von Monheim mit 41,72 Sekunden ohne Fehler geblieben. Geschickt hatte der Borkener im Zwei-Sterne-S-Springen kurze Wege durch den kniffligen Parcours gefunden und die Konkurrenz unter Druck gesetzt. Der Rheinische Meister Otmar Eckermann (Kranenburg) erreichte mit Coco-Bongo Boy zwar über eine Sekunde schneller das Ziel (40,68 Sekunden), doch ihm unterlief am "Deutschland-Sprung" ein Abwurf.

Mit High Valley überholte auch Christoph Brüse (40,51/Meckenheim) den Sieger, doch bei ihm fiel am letzten Hindernis die Stange. Der irische Nationenpreisreiter Denis Lynch hatte sich mit Songe de Toscane als Erster für das Stechen qualifiziert und eröffnete das Finale. Er setzte auf die große Galoppade seines Pferdes, hielt das Risiko in Grenzen und sprang in 41,83 Sekunden auf Platz zwei. Als Zweitplatzierter von 2014 verschätzte sich Martin Sterzenbach (Lippe-Bruch-Gahlen) im Wettlauf mit der Zeit. Mit Balougraf schien er schnell unterwegs zu sein, musste jedoch mit einem Blick auf die Videowand erstaunt feststellen, dass ihn mehr als zwei Zehntel vom Sieg trennten.

Der Langenfelder Jeldrik Krüger (Reit- und Voltigierverein Wolfhagen) ließ sich im Normalparcours etwas zu viel Zeit. Mit seinem 15 Jahre alten Wallach Chap on Tour holte er in der letzten Wendung zu sehr aus und kam in Konflikt mit den als Grenze festgesetzten 63 Sekunden. Mit 1,25 Strafpunkten fürs Überschreiten der erlaubten Zeit verpasste der letztlich auf Rang neun gewertete Krüger die Qualifikation für das Stechen: "Der schmale weiße Steilsprung ist für die Pferde schwer zu taxieren, deshalb habe ich den Bogen bewusst größer geritten. Mein Pferd ist sehr gut gegangen, doch es ist unser erstes Hallenturnier und da ist alles viel enger als draußen. Das ist ein bisschen wie Autofahren ohne Servolenkung."

Mit dem schmalen Steilsprung hatte auch Gut-Blee-Hausherrin Petra Höltgen Schwierigkeiten. Sie ritt Carera in direkter Linie darauf zu. Die Stute sprang etwas zu flach ab und handelte sich einen einfachen Fehler mit der Vorhand ein. "Wir wären gerne im Stechen dabei gewesen, doch dafür hatten wir etwas zu viel Schwung. Wir werden daraus lernen", betonte Höltgen. Mit Balou Fina hatte sie Gastgeberin am Tag zuvor das Schwere Springen gewonnen: "Deshalb bin ich insgesamt zufrieden."

Ähnlich ging es ihrem Mann Volker, der sich dennoch ein bisschen über seinen Fehler im Großen Preis ärgerte. Am Aussprung der dreifachen Kombination kassierte er im Sattel von Abricso vier Fehlerpunkte. "Da bin ich mit viel Schwung reingekommen, habe ihn dann zurückgenommen und zum Oxer hin Druck gemacht. Ich hätte mehr aufs Pferd vertrauen sollen."

Quelle: RP
 
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