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Handball: Der große Traum rückt näher

Lokalsport: Handball: Der große Traum rückt näher
Ich will da durch! Sven Kniesche (links) ist normalerweise nicht so einfach aufzuhalten. Der Langenfelder Rückraumspieler steht derzeit aber auf der durchaus längeren Liste der angeschlagenen Kräfte. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Die SG Langenfeld bestreitet am 15. Dezember in Rheinhausen das Endspiel des HVN-Pokals. Dem Sieger bietet sich die Chance, das Final-Four-Turnier der Profis hautnah zu erleben. Der Haken: Langenfeld muss auswärts antreten. Von Michael Deutzmann

Der Termin steht. Und der Handball-Oberligist SG Langenfeld (SGL) hat die Chance, sich noch vor Weihnachten ziemlich reichhaltig zu beschenken. Am 15. Dezember um 19.30 Uhr tritt das Team um Trainer Dennis Werkmeister zum Finale des HVN-Pokals auf Verbandsebene beim Klassen-Konkurrenten SG OSC Wölfe Rheinhausen an. Die Partie ist die schöne Kür neben dem Jahres-Endspurt in der Meisterschaft mit den Aufgaben am Samstag (17.30 Uhr) gegen den TSV Aufderhöhe, am 13. Dezember (18.15 Uhr) beim Bergischen HC II und am 20. Dezember (19.15 Uhr) bei der Unitas Haan. Trainer Dennis Werkmeister sieht die Aufgabe weiter als extrem reizvoll an - und nicht als Belastung: "Wir haben vielleicht die Chance, etwas Großes zu erreichen", findet Werkmeister.

Abteilungsleiter Klaus Majeres teilt die Begeisterung: "Nach Hamburg zu fahren, wäre eine tolle Geschichte." Der Gewinner des HVN-Pokals gewinnt schließlich nicht nur einen Titel, sondern zusätzlich ein Ticket für den Deutschen Amateurpokal - und damit die Chance auf einen Hauptgewinn. Übersteht die SGL im 2014 eingeführten Wettbewerb zwei Runden, steht sie im Halbfinale und dürfte die Fahrt in den Norden antreten. Wer dann das Endspiel erreicht, tritt sogar vor einer riesigen Kulisse an - denn das letzte Kapitel des Amateurpokals ist eingebettet in den Endspiel-Tag beim Final-Four-Turnier der Profis am 1. Mai 2016. Mögliche Teilnehmer sind hier die mit Weltklasse-Leuten bestückten Bundesligisten Rhein-Neckar-Löwen, Flensburg-Handewitt und THW Kiel.

Angesichts der bisherigen Saisonbilanz in den schwierigen Oberliga-Auswärtsspielen könnte Langenfeld aber darüber ins Grübeln geraten, wie ihr Traum überhaupt in Erfüllung gehen könnte. Die SGL gewann bisher keine der Top-Partien in des Gegners Halle - nicht bei Borussia Mönchengladbach (30:38), nicht bei den Bergischen Panthern (24:33), nicht bei TuSEM Essen II (21:24). Auf der Habenseite in Auswärtsspielen stehen Erfolge beim Aufsteiger VfB Homberg (37:32) und beim TV Lobberich (33:32), die als Siebter und Zwölfter eher keine Ambitionen nach oben haben.

Wie sich ein Erfolg über Rheinhausen bewerkstelligen lässt, ist der SGL auf der anderen Seite nicht unbekannt, denn vor ein paar Wochen gab es im Heimspiel ein 28:22. Basis für das erst am Ende deutliche Resultat waren die stabile Abwehr und der ebenfalls stark auftrumpfende Torhüter Tobias Geske. Erstaunlich: Obwohl die Stamm-Torhüter Geske und Tobias Hanke (beide erkrankt) am vergangenen Wochenende in Essen fehlten, hatte die SGL hinten über 60 Minuten die geringeren Schwierigkeiten. Diesmal lief nach der 13:9-Halbzeitführung offensiv für rund elf Minuten nichts mehr zusammen - und das 13:15 (41.) war der Anfang vom Ende.

Für den Weg nach Hamburg muss sich die SGL nicht nur auswärts irgendwie neu erfinden, sondern zusätzlich durch Krankheiten oder Verletzungen verursachte personelle Probleme überwinden - die sich nicht nur im Spiel auswirken, sondern erst recht die Trainings-Arbeit erschweren. Langenfeld wird bereits am Samstag (17.30 Uhr) gegen den Nachbarn TSV Aufderhöhe zeigen müssen, dass es Rückschläge wegstecken kann. Zu gewinnen sind dabei allerdings "nur" zwei Punkte für den Handball-Alltag.

Quelle: RP
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