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Lokalsport
Handball: Jonas Zimmermann hängt sie alle ab

Langenfeld. Der 27-Jahre alte Zugang des Oberligisten SG Langenfeld belebt den Konkurrenzkampf auf der Rechtsaußen-Position. Von Michael Deutzmann

Es ist ja nicht so, dass der Handball-Oberligist SG Langenfeld (SGL) in der vergangenen Saison auf der Position des Rechtsaußens ganz große Sorgen gehabt hätte. Durch Tim Schickhaus und Max Adams war Langenfeld hier durchaus gut bestückt. Der neue Trainer Dennis Werkmeister hatte trotzdem einen weiteren Linkshänder im Blick, den er als Verstärkung für seine erste Saison als Cheftrainer gewinnen wollte. Und weil sich die Herren aus der gemeinsamen Zeit beim TSV Aufderhöhe kennen, konnte er Jonas Zimmermann für einen Wechsel gewinnen.

Viel Zeit zur Eingewöhnung wird der einst auch für die Bergischen Panther aktive 27-Jährige kaum benötigen, weil er SGL-Spieler wie Tobias Geske, Tim Menzlaff oder Vinzenz Preissegger schon seit einer halben Ewigkeit kennt. Das passt irgendwie: Keiner der Genannten rennt als Lautsprecher durch die Gegend, um für sich die Werbetrommel zu rühren. Auch Jonas Zimmermann macht einen ruhigen Eindruck und er lebt im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Boden der Tatsachen. Sein Geld verdient er schließlich bei Wind und Wetter als Garten- und Landschaftsgärtner - noch jedenfalls. "Ich überlege derzeit in viele Richtungen", sagt Zimmermann, der sich unter anderem eine Zukunft bei der Berufs-Feuerwehr vorstellen könnte. Ganz früher wollte er mal Koch werden. Seine Leidenschaft Handball, der er seit 23 Jahren nachgeht, stand aber immer im Vordergrund.

Dass der Neue in Langenfeld keine halben Sachen mag, bestätigt sein Trainer Werkmeister: "Er war bis jetzt bei jedem Training." Das galt jedoch "nur" bis zur Mitte dieser Woche, denn ausnahmsweise zog Zimmermann einen privaten Termin (Junggesellen-Abschied in der Familie) seinem Lieblingssport vor. Deshalb wird der Neu-Langenfelder heute das Trainingslager und das darin eingebaute Testspiel um 16 Uhr gegen den Mittelrhein-Oberligisten TSV Bonn versäumen.

Die Qualitäten des Rechtsaußen waren allerdings schon im ersten Test der SGL gegen den Drittligisten Neusser HV zu erkennen (30:34). Zimmermann erzielte fünf Treffer - weil er sich bei einem Ballgewinn wie der Blitz auf den Weg nach vorne machte und seine Chancen gut nutzte. "Jonas ist unglaublich schnell", bestätigt Werkmeister. Zimmermann sieht die Geschwindigkeit ebenfalls als dickes Plus: "Ich kann immer etwas drauflegen, auch auf den letzten zwei oder drei Metern. Das ist klar mein Spiel." Langenfelds Trainer hat jetzt bei den Rechtsaußen den Konkurrenzkampf, den er sich überall wünscht - und die SGL auf dieser Position wohl gar keine Sorgen mehr.

Quelle: RP
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