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Lokalsport
Handball-Langenfeld träumt vom großen Pokalfinale in Hamburg

Langenfeld. Die Rechnung ist einfach und Hamburg nur drei Schritte entfernt. Dass der Handball-Oberligist SG Langenfeld (SGL) längst auf den Geschmack gekommen ist, lässt sich deshalb gut nachvollziehen. "Ich war früher kein großer Freund des Pokals", sagt SGL-Trainer Dennis Werkmeister, "aber das hat sich total geändert." Langenfeld holte sich vor ein paar Monaten den Kreispokal und ist inzwischen auch im HVN-Pokal (Verbandsebene) gut unterwegs, denn die Mannschaft steht im Endspiel gegen die SG OSC Wölfe Rheinhausen (ebenfalls Oberliga). Gewinnt die SGL, nimmt sie am Amateur-Pokal des Deutschen Handball-Bundes teil (DHB ). Hier müsste sie das Achtelfinale und das Viertelfinale überstehen. Als Halbfinalist könnte sich Langenfeld bereits nach einem Quartier in der Metropole an der Elbe umsehen. Von Michael Deutzmann

Die letzten vier Klubs des Amateur-Pokals spielen dort Ende April 2016 in einer kleineren Halle zuerst ihr Halbfinale aus, ehe das Endspiel am 1. Mai eingebettet ist in den großen Finaltag beim Final-Four-Turnier der Profis. Übersetzt bedeutet das: Die Oberliga-Handballer der SG Langenfeld könnten in derselben Halle antreten wie Weltklasse-Leute der SG Flensburg-Handwitt, der Rhein-Neckar Löwen oder des THW Kiel. Die Bundesligisten vergeben die begehrten vier Final-Tickets im Viertelfinale am 16. Dezember.

Das erste Hindernis auf dem Weg in Richtung Norden sind die Wölfe aus Rheinhausen, die für das Finale des HVN-Pokals das Heimrecht auf ihrer Seite haben. Der Termin für dieses Duell steht bisher nicht fest. "Es wird auf jeden Fall ein Wochentag werden", vermutet Werkmeister, "und ich würde am liebsten so schnell wie möglich spielen." Eine Ansetzung auf einen Abend noch in diesem Jahr ist denkbar, weil die weitere Oberliga-Saison 2015/2016 und der folgende Amateur-Pokal sowieso bereits für einen vollen Terminkalender sorgen.

Sollte sich die SGL in Rheinhausen durchsetzen, bekommt sie es im Achtelfinale des Amateur-Pokals mit dem TuS Spenge aus der Oberliga Westfalen zu tun. Anschließend träfe sie auf einen Konkurrenten aus dem Mittelrhein und dem Saarland. "Wir haben vielleicht die Chance, etwas Großes zu erreichen", findet Trainer Werkmeister, der die sportliche Perspektive nicht für total überzogen hält. Alle Gegner sind auf der einen Seite dicke Brocken - und ein Selbstläufer wird keine Partie. Trotzdem ist die Rechnung auf der anderen Seite relativ einfach und Hamburg nur drei Schritte entfernt.

Quelle: RP
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