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Lokalsport
Handball: Neuer Trainer sieht gute Perspektive für Langenfelds Zweite

Langenfeld. Größer könnten die Kontraste nicht sein. Als René Hosan am Anfang der Saison den Handball-Verbandsligisten SG Langenfeld II (SGL) übernahm, war er sicher, mit dieser Mannschaft zu den besten drei gehören zu können. Knapp fünf Monate später ist Hosan nicht mehr Trainer der Langenfelder - und sein Nachfolger deutlich defensiver eingestellt. "Für uns geht es in erster Linie darum, nichts mit dem Klassenerhalt zu tun haben", sagt Olaf Schulz, der die SGL nach der Trennung von Hosan in der vergangenen Woche vor dem Heimspiel gegen den TuS Wermelskirchen (23:24) übernahm. Von Moritz Löhr

Der neue Coach sieht die Lage des Tabellenneunten (7:11 Punkte) sehr realistisch: "In dieser Liga können wir jeden schlagen und jeder kann uns schlagen", betont Schulz, "in unserer Situation ist es daher wichtig, dass alle an einem Strang ziehen." Vor allem müsse sich seine Mannschaft, die er erst in den Trainingseinheiten in dieser Woche wirklich kennenlernte, stabilisieren. Angesichts der zuletzt wackligen und zum Teil doch sehr durchwachsenen Auftritte klingt das nur logisch. Die SGL verlor die vergangenen drei Partien und hat seit Ende Oktober nicht mehr gewonnen.

Als einen der Gründe dafür hatte Hosan kürzlich die schwache Trainingsbeteiligung ausgemacht - von der Schulz in seinen ersten Tagen nichts spürte, weil alle Spieler voll mitzogen: "Das hat echt Spaß gemacht." Der Coach möchte eine neue Identifikation schaffen, die das Team als Reservemannschaft in dieser und in der vergangenen Serie nie wirklich aufbauen konnte.

Schulz beschäftigt sich schon lange mit dem Handball. Als Zehnjähriger hatte der Mettmanner zum ersten Mal selbst einen Ball in der Hand. Nach der aktiven Karriere folgten schnell einige Trainerscheine sowie mehrere Engagements im Jugendbereich. Erfahrungen in der Arbeit mit Seniorenteams besitzt der 53-Jährige ebenfalls und erst kürzlich beendete er vorzeitig seine Arbeit bei der HSG Velbert/Heiligenhaus, bei der er für die Landesliga-Mannschaft verantwortlich war.

In Langenfeld sieht Schulz nun die bessere Perspektive: "Ich möchte, dass sich die Mannschaft in der Liga etabliert und jungen Spielern aus dem Verein als Zwischenstation dienen kann." Dass der grundsätzlich gute Plan in dieser Saison noch nicht aufzugehen scheint, sieht Schulz mit Blick auf 17 ausstehende Spiele relativ gelassen: "Wir haben ja noch etwas Zeit." Die nächste Partie führt die SGL am Sonntag um 11.30 Uhr zum Zwölften DJK Styrum (4:14 Punkte). "Ich habe da schon oft gespielt. So früh ist das immer eklig", meint Schulz. Sicher ist trotzdem, dass ein Sieg fürs derzeit nicht gerade riesige Selbstvertrauen wertvoll wäre.

Quelle: RP
 
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