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Lokalsport
Handball: Zweite der SGL verliert Faden und Spiel

Langenfeld. An Motivation mangelte es dem Handball-Verbandsligisten SG Langenfeld II (SGL) zwar nicht, aber kaufen konnte er sich dafür herzlich wenig. Beim Saisonauftakt hatte das Team des neuen Trainers Frank Holzweißig gegen den HSV Dümpten klar mit 32:39 (16:16) das Nachsehen. Vor dem verspäteten Saisonstart (Partie am vergangenen Sonntag beim TuS Wermelskirchen war ausgefallen) hatte der Coach befürchtet, seiner Mannschaft könne die Spannung fehlen. Davon konnte jedoch keine Rede sein. "Die Jungs waren hochmotiviert. Wir haben geschlossen als Mannschaft agiert. Das war positiv", stellte Holzweißig fest.

Langenfeld ging beherzt zu Werke und griff insbesondere in der Deckung entschlossen zu. Die kompakte Defensive war anschließend auch die Grundlage für eine ausgeglichene Partie, zumal im Angriff zunächst nur wenig zusammenlief: Die Gastgeber verwarfen viel. Hinten konnten sie sich auf eine gute Deckung und Keeper Alexander Riebau verlassen, der eine bärenstarke erste Hälfte erwischte und viele Bälle gekonnt entschärfte. Beide Mannschaften taten sich in der Torproduktion ziemlich schwer - was im Laufe der Partie besser wurde. Beide Teams kassierten mit der Zeit immer mehr einfachere Gegentreffer - und die SGL-Deckung zeigte besonders bei Abschlüssen aus dem Rückraum Schwächen.

Die Partie schwappte langsam in Richtung der Gäste, die nun auch von der zunehmend verschwenderisch arbeitenden Angriffsabteilung der Hausherren profitierten - 22:26 (42.). Holzweißigs Team gelang vor dem gegnerischen Kasten praktisch nichts mehr. "Wir haben mit der Zeit unsere taktische Grunddisziplin im Angriff verloren", meinte der Trainer, der die SGL in der Pause eigentlich noch auf einem guten Weg gesehen hatte.

Abschluss-Schwächen und Ungenauigkeiten im Passspiel schlichen sich ein. Hinzu kam, dass Keeper Riebau inzwischen nichts mehr zu packen bekam - und der Tausch mit Luca Jahn konnte nichts mehr ändern. "Entscheidend war für mich, dass wir deren Mittelmann nicht in den Griff bekommen haben", sagte Holzweißig. Dümptens Veit Wrobel sorgte stets für Gefahr und durfte nahezu nach Belieben schalten und walten. Weil die Abschlüsse der Langenfelder darüber hinaus das Ziel verfehlten oder in den Händen des starken HSV-Keepers landeten, fiel die Niederlage letztlich sogar sehr deutlich aus.

SG Langenfeld II: Riebau, Jahn - Schlossmacher (4), Reinders, Hambrock (5), Fischer, König (7), Klaudius, Ißling (2), Kühl (2), Kolletzko (9/3), Klimke (3).

(mol-)
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