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Handballer müssen immer alles geben

Lokalsport: Handballer müssen immer alles geben
Power-Paket: Auch Langenfelds Kreisläufer Mats Heyde bekommt es heute gegen den Bergischen HC II mit seinem früheren Team zu tun. FOTO: Matzerath
Langenfeld. Der Regionalliga-Tabellenführer SG Langenfeld erwartet den Vorletzten Bergischer HC II zu einem Duell der Nachbarn. Trainer Jurek Tomasik fordert seine Mannschaft vor dem Spitzenspiel in Bonn auf, die Gäste nicht zu unterschätzen. Von Michael Deutzmann

Das kann alles kein Zufall mehr sein. Nach dem Abstieg aus der 3. Liga in die Nordrheinliga liegt der Stand der Dinge beim Handball-Regionalligisten SG Langenfeld (SGL) deutlich über den eigenen Erwartungen. Seit dem vergangenen Wochenende und dem 31:28-Sieg über die SG Ratingen steht das Team von Trainer Jurek Tomasik mit 20:2 Punkten sogar an der Tabellenspitze. Die bislang letzte und gleichzeitig einzige Niederlage in dieser Saison gab es am 8. Oktober mit dem 23:26 bei der HSG Neuss/Düsseldorf II. Danach folgten sieben Siege und zu Hause ist Langenfeld sogar noch ungeschlagen (12:0 Zähler). Hinter der nächsten Ecke lauern trotzdem ein paar größere Gefahren - gerade jetzt. Die SGL trifft heute Abend (19 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) auf den Vorletzten Bergischer HC II. Die Lage ist geeignet, die Partie bereits als erledigt zu betrachten und ein paar Prozent weniger als üblich zu investieren. "Wenn wir das tun, können wir eine böse Überraschung erleben", findet Tomasik.

Für ein paar Langenfelder wird das Spiel zu einem Treffen mit dem früheren Verein. Die beiden Regisseure André Eich und André Boelken etwa, die aus der SGL-Jugend stammen, nahmen bereits vor einigen Jahren den Umweg über Solingen zurück nach Langenfeld. Vor drei Jahren kam Linkshänder Max Adams und 2016 folgte Torhüter Tobias Joest (der heute aber wegen seines mehrmonatigen Auslands-Aufenthaltes nicht dabei sein wird). Neueste Zugänge aus der Zweiten des Ex-Bundesligisten und aktuellen Zweitliga-Tabellenführers sind Rückraumspieler Felix Korbmacher und Kreisläufer Mats Heyde. Dass die SGL in Ole Völker bereits vor einiger Zeit einen weiteren Rückraumspieler der Bergischen HC II gerne im Kader gehabt hätte, lässt sich nachvollziehen. Kürzlich verlor der Vorletzte auch dank der sieben Völker-Treffer nur hauchdünn mit 28:29 beim Vierten TuS 82 Opladen. Bester Langenfelder Werfer mit 67 Toren (darunter 23 Siebenmeter) aus elf Begegnungen ist André Boelken - als Nummer drei in der offiziellen Statistik für die Regionalliga Nordrhein.

BHC-Trainer Jörg Müller sieht die Gäste klar in der Außenseiterrolle: "Es muss schon ganz viel zusammenpassen, wenn wir in Langenfeld etwas holen wollen." Kollege Tomasik ist wie immer darum bemüht, den Gegner mit Respekt zu behandeln: "Wenn die einen guten Tag erwischen, können sie jeden ärgern." Neben der knappen Niederlage in Opladen fällt ihm da der 24:22-Heimsieg über den VfB Homberg ein - gegen jene Homberger, die nur eine Woche darauf beim Dritten SG Ratingen mit 27:20 gewannen. Grundsätzlich lässt jedoch auch der nicht zu übertriebener Selbstdarstellung neigende Langenfelder Trainer keinen Zweifel an seinem Ziel: "Natürlich wollen wir dieses Spiel gewinnen."

Unabhängig vom Ausgang der Partie wird Langenfeld definitiv die Tabellenführung behalten, weil der Verfolger diesmal nicht im Einsatz ist. Bonn ist dann das intensive Thema für die kommende Woche, weil die SGL dort am 16. Dezember um 19.30 Uhr das Handballjahr 2017 beschließt. Es ist das Top-Duell zwischen den beiden erfolgreichsten Vereinen in der Nordrheinliga - und für SGL-Coach Tomasik noch überhaupt kein Thema, wie er intensiv beteuert. Für ihn lauern die größten Gefahren eben hinter der nächsten Ecke. Schon heute Abend.

Quelle: RP
 
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