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Lokalsport
Handballer planen den Durchbruch

Langenfeld. Der Oberligist SG Langenfeld hatte beim 24:24 zum Saisonstart gegen ART Düsseldorf noch genügend Luft nach oben. Trainer Dennis Werkmeister ist für die Aufgabe heute beim Aufsteiger VfB Homberg zuversichtlich: "Wir rocken das." Von Michael Deutzmann

Der Anfang war mühselig und dem Handball-Oberligisten SG Langenfeld (SGL) fielen viele Schritte schwer. Weil Trainer Dennis Werkmeister aber zumindest nach außen hin grundsätzlich positiv zu denken pflegt, mag er sich nicht mehr besonders lange mit dem 24:24-Unentschieden vom ersten Spieltag gegen den ART Düsseldorf aufhalten. "Es lag ja grundsätzlich sowieso nicht an der Einstellung", sagt der SGL-Coach, "und die Jungs sind ja alle total selbstkritisch." Das Studium des Videos vom Spiel zeigte, dass besonders der Angriff reichlich Luft nach oben hat - weil die Konzepte und Wege noch nicht immer passten. Außerdem hätte die Abwehr in der einen oder anderen Szene beherzter gegen Wurfversuche vorgehen dürfen. In beiden Punkten will Langenfeld heute Abend (19 Uhr) beim Aufsteiger VfB Homberg eine Steigerung abliefern.

Die Stellen, an denen es unter anderem hakte, waren ausgerechnet zwei Schlüsselpositionen im Rückraum. Tim Menzlaff, vor der Saison vom Drittligisten Leichlinger TV gekommen, konnte die Erwartungen auf der linken Seite nicht erfüllen - unter anderem die eigenen nicht. Unmittelbar nach dem Abpfiff war es dem 29-Jährigen, der lediglich einen Treffer erzielte, selbst ein Rätsel: "Ich weiß nicht, woran es gelegen hat." Streckenweise sah es so aus, als hätte der selbst erzeugte Druck lähmende Wirkung. Rechts begann der erkrankte Mirko Stolley, der den Platz bald an Linkshänder Sven Kniesche weitergab - der ebenfalls nicht seine optimale Leistung abrufen konnte. Werkmeister ist zuversichtlich, dass die Kurve nach oben zeigt: "Wir haben sehr gut trainiert."

Gar nicht mehr im Training der nächsten Zeit steht Torhüter Tobias Hanke. Der 28 Jahre alte Polizist, dessen sportliche Interessen seit einiger Zeit immer wieder mit dienstlichen Verpflichtungen kollidieren, fehlte zuletzt bereits beim Saison-Auftakt gegen Düsseldorf. Der Anlass dazu war allerdings privat sehr erfreulich - die eigene Hochzeit. Inzwischen befindet sich Hanke auf einer mehrwöchigen Hochzeitsreise, nach deren Ende er wieder einsteigen will.

Die Hauptarbeit zwischen den Pfosten wird deshalb Tobias Geske tragen. Als Sicherheits-Alternative steht in Homberg Co-Trainer Thorsten Scholl zur Verfügung, der seine Torhüter-Karriere nach der vergangenen Serie grundsätzlich beendet hatte. Dauerhaft soll aus dem aktuellen Verbandsliga-Team allerdings Alexander Riebau, der bereits in der Vorbereitung hier und da an Bord war, fest zum Oberliga-Kader stoßen.

Der VfB deutete durch seinen 39:33-Auftaktsieg bei Unitas Haan an, dass er sich in der Oberliga nicht als bloßen Punktelieferanten sieht. Trotzdem lässt SGL-Coach Werkmeister keinen Zweifel an seinem Ziel: "Ich bin mir sicher, dass wir das rocken werden. Wir gewinnen." Dass Hombergs Tobias Reich bei 18 Toren (fünf Siebenmeter) nach Belieben traf, ist für ihn eine großartige Leistung - aber kein Grund, in Panik zu verfallen: "Wir wissen, was auf uns zukommt."

Mit dem Blick auf die nächsten Wochen steht Langenfeld irgendwie unter dem Druck, gewinnen zu müssen. Am 26. September erwartet die SGL den TV Aldekerk, der in der vergangenen Saison den Titel in der Oberliga Niederrhein holte und anschließend in der Qualifikation zur 3. Liga am Longericher SC scheiterte. Am 3. Oktober folgt die Aufgabe bei Borussia Mönchengladbach, die stets zu den Top-Teams gehört. Das Spiel am 17. Oktober gegen den Drittliga-Absteiger Wölfe Rheinhausen mit Trainerlegende HaDe Schmitz gehört vermutlich ebenfalls zu den Prüfungen, in denen die SGL höhere Ansprüche erfüllen muss. Fürs eigene Selbstverständnis wird Langenfeld mit dem Bereich mühselig alleine nicht auskommen.

Quelle: RP
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