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Handballer wollen direkt angreifen

Lokalsport: Handballer wollen direkt angreifen
Der den Ton angibt: Dennis Werkmeister war zuletzt als Trainer direkt für die ersten Herren verantwortlich. Jetzt laufen die Fäden bei ihm in der Sportlichen Leitung vor allen Dingen hinter den Kulissen zusammen. FOTO: Ralph Matzerath (Archiv)
Langenfeld. Der Sportliche Leiter Dennis Werkmeister hält Langenfeld für stark genug, um in der Nordrheinliga einen Spitzenplatz anzupeilen. Die neue Saison beginnt am 9. September mit dem reizvollen Derby gegen den Nachbarn TuS 82 Opladen. Von Moritz Löhr

Wer nach dem Abstieg gelaubt hatte, die Handballer der SG Langenfeld (SGL) würden eher zurückhaltend an die neue Aufgabe in der Nordrheinliga herangehen, dürfte staunen. Auf jeden Fall hat er sich getäuscht. Eins stand für Dennis Werkmeister schon kurz nach dem einjährigen Abenteuer in der 3. Liga fest: "Wir wollen zurück und wir kommen zurück." Gemeint ist der Weg zurück in die dritthöchste deutsche Spielklasse, wo die SGL in der vergangenen Saison für ordentlich Trubel sorgte. Vor allem im dramatischen Saison-Endspurt erzielte Langenfeld erstaunliche Ergebnisse. Das ersehnte Happy End blieb unter dem Strich dennoch aus.

An die Rückkehr in die 3. Liga glaubt der Sportliche Leiter Werkmeister auch heute, rund eine Woche nach dem Start in die Vorbereitung zur Saison 2017/2018. "Die Mannschaft hat enormes Potenzial. Wir können oben mitspielen und wollen angreifen", betont der ehemalige Trainer, der sein Amt an Jurek Tomasik abgibt (kommt von Unitas Haan) und puren Optimismus zeigt: "Der Aufstieg in ein oder zwei Jahren ist definitiv möglich."

Werkmeisters Zuversicht hat unter anderem mit den recht jungen Zugängen zu tun. Zu den bereits bekannten fünf Neuen Mats Heyde (22 Jahre alt/Kreisläufer), Lasse Fuhrmann (18/Rechtsaußen), Felix Korbmacher (22/halblinker Rückraum), Jan Schirweit (24/Kreisläufer) und Fabian Bremer (25/Torhüter) stieß außerdem Christian Mergner hinzu (25). Der dritte neue Kreisläufer kommt vom Drittligisten Leichlinger TV, wo er in seinem halben Jahr als Aushilfe nie wirklich glücklich wurde. Der Schwerpunkt auf der Kreisläuferposition sei "konzeptionell", erklärt Werkmeister, da die Mannschaft im Angriffsspiel vor allem über den Kreis arbeiten wolle.

Dass der SGL-Kader damit komplett ist, will der frühere Coach so nicht bestätigen. Vielleicht komme sogar ein weiterer Spieler. Den Kader hält Werkmeister allerdings bereits jetzt für stark genug. Die Abgänge von Tim Menzlaff (Leichlinger TV), Dustin Thöne (Longericher SC) und Tobias Geske (HG Remscheid) könne man ebenso verkraften wie die internen Wechsel zur zweiten Mannschaft. Andreas Nelte, Matthias Herff und Alexander Klimke mischen künftig im Verbandsliga-Team mit.

Dass ein Umbruch vorliegt, streitet der Sportliche Leiter nicht ab: "Die Jungs müssen sich aneinander gewöhnen - aber das wird kein Problem sein." Werkmeister denkt im Hintergrund weiter. Neben seinen sportlichen Zuständigkeiten (gelten ausschließlich für erste und zweite Mannschaft) wird er verstärkt ins Marketing eingebunden sein. Diese Doppelrolle könne er ohne den vorherigen Trainerposten "mehr denn je" ausfüllen, betont der Handballer aus Leidenschaft. Er wolle die Strukturen schaffen, die dem Verein bei seinem Intermezzo in der 3. Liga in der vergangenen Spielzeit fehlten.

Der Plan für die kommende Saison steht. Bis Ende Juni arbeiten die Langenfelder vorrangig an ihrer körperlichen Fitness und am Miteinander. Die ersten drei Männermannschaften und die ersten Damen treffen sich unter anderem zum gemeinsam Wasserskifahren. "Ohne das große Ganze geht es nicht", sagt Werkmeister. Nach drei Wochen Pause startet am 24. Juli schließlich die zweite Vorbereitungsphase, ehe mit dem reizvollen Derby gegen den Nachbarn TuS 82 Opladen am 9. September das neue Abenteuer Nordrheinliga beginnt. Der Ausgang ist völlig offen.

Quelle: RP
 
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